Trotz heftigen Protests aus der Luftfahrtindustrie muss sie seit dem 01. Januar 2012 die Emissionen aller in der EU landenden oder startenden Flüge im Europäischen Emissionshandel kompensieren. Besonders amerikanische und chinesische Fluglinien haben versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern. Am 21. Dezember 2011 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH), jedoch entschieden, dass auch internationale Airlines die Emissionen für Flüge in die und aus der EU kompensieren müssen. Die amerikanischen Airlines wie auch die chinesischen Airlines kündigen jedoch weiteren Widerstand an. Unterdessen haben einige europäische Airlines bereits begonnen Emissionen zu kaufen, während z.B. der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) den Emissionshandel für Fluglinien erklärt und kritisiert.
Angesichts der großen Menge an Emissionsrechten und ihrer weitestgehend kostenlosen Allokation, halten TheCompensators* die Aufregung für nicht gerechtfertigt und fordern, dass weniger Emissionsrechte ausgegeben werden sollten sowie ein größerer Teil kostenpflichtig versteigert werden sollte. Für 2012 wird dem Flugverkehr die Menge von 221.420.279 Tonnen CO2 zugewiesen. Davon werden 2012 85% umsonst ausgegeben und 15% versteigert. Ab 2013 werden 82% umsonst ausgegeben, 15% versteigert und es gibt eine Reserve von 3% z.B. für neue Airlines. Es gibt auch Meinungen, dass die Fluglinien sogar am ETS verdienen könnten.
Als Fazit bleibt, dass mit der Aufnahme des Flugverkehrs in den Europäischen Emissionshandel ein wichtiger Schritt getan wurde. Nach wie vor ist jedoch nur ein geringer Teil der Emissionen des Flugverkehrs kostenpflichtig. Daher fordern TheCompensators* dazu auf, die Emissionen für unvermeidbare Flüge weiterhin selbst durch Spenden zu löschen.






