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In einem Monat startet der Emissionshandel in China

Am 17. Juni diesen Jahres wird Shenzhen, eine Sonderwirtschaftszone in China, ihren ersten Markt für Emissionshandel eröffnen. Es ist der erste von insgesamt sieben geplanten regionalen Kohlenstoffmärkten, die in China etabliert werden sollen. Auch in Peking und Shanghai beginnt im Juni der Handel mit Emissionsrechten, ein genaues Datum für den Geschäftsbeginn steht noch nicht fest.

Shenzhen ist ein wichtiges Finanzzentrum und Standort der Shenzhen Börse. Stetig steigende Auslandsinvestitionen haben den einstmals kleinen Ort in der Nähe von Hong Kong in eine moderne Großstadt mit pulsierender Wirtschaft verwandelt. Der Kohlenstoffmarkt wird insgesamt 635 Firmen erfassen. Laut New Energy Finance, ein Finanzinformationsdienst, stießen diese Firmen im Jahr 2010 31,7 Mio. Tonnen Treibhausgase aus.

Anstatt einen landesweiten Kohlenstoffmarkt zu etablieren, setzt China zunächst auf regionale Märkte mit dem Ziel einer künftigen Vernetzung. Die Planung der regionalen Kohlenstoffmärkte wurde auf lokale Eigenheiten und Notwendigkeiten  abgestimmt. So ist der Markt in Guangdong beispielsweise auf industrielle Produktion zugeschnitten, der Unternehmen entsprechend ihrer CO2-Emissionen einbindet. Das System in Shanghai dagegen belastet auch Flughäfen, Bürogebäude und andere größere Emittenten.

Insgesamt hat sich China verpflichtet, seine Emissionen pro Wirtschaftsleistung bis 2015 um 17% gegenüber 2010 zu reduzieren. Den einzelnen Regionen wurden entsprechende Emissionsreduktionsziele in Form von Quoten auferlegt, welche die Emissionsrechte der einzelnen Verschmutzer begrenzen.

Ein im vergangenen Jahr vom Climate Institute, einer australischen Denkfabrik, veröffentlichter Bericht, prognostiziert, dass diese Regulierungsanstrengung den chinesischen Emissionshandelsmarkt bis 2014 auf ein Volumen von 700 Mio. Tonnen CO2 anwachsen lassen werden. Damit würde China zum weltweit zweitgrößten Kohlenstoffmarkt, nach der Europäischen Union mit 2,1 Mrd. Tonnen und vor Kalifornien und Australien mit Handelsvolumina von 165 Mio. Tonnen bzw. 382 Mio. Tonnen.

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