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Deutsche Emissionen lagen 2012 über der Obergrenze

Am Mittwoch, den 15. Mai, wird die europäische Kommission ihre Ergebnisse für die dem  Emissionshandel in 2012 unterworfenen CO2-Emissionsmengen veröffentlichen. Bereits heute hat die deutsche Emissionshandelsstelle bekanntgegeben, dass die 1.629 im Emissionshandelssystem erfassten Energie- und Industriebetriebe in Deutschland 2012 452,6 Mio. Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre ausgestoßen haben. Dies bedeutet, dass Deutschland die Obergrenze von 451,8 Millionen Tonnen CO2 übertroffen hat.

Unter anderem heißt in dem Bericht, dass 416 Mio. Zertifikate kostenlos zugeteilt wurden. Das sind im Vergleich zum Jahr 2011 14 Mio. zusätzliche kostenlose Zertifikate. Weiterhin zeigt der Bericht, dass 2012 139,9 Mio. Gutschriften für Clean Development Mechanism (CDM) und Joint Implementation (JI) erteilt wurden –  ein bedeutender Zuwachs gegenüber den Vorjahren.

Auf einer Pressekonferenz kritisierte Jochen Flasbarth, der Präsident des deutschen Umweltbundesamtes, die zunehmenden Emissionen in Deutschland. Er kritisierte zudem, dass  im Emissionshandel rund 1,7 Milliarden Verschmutzungsrechte zu viel verteilt wurden. Der Grund dafür sei eine viel zu hohe Zuteilung von Emissionszertifikaten an osteuropäische Länder sowie eine zu hohe Zahl kostenlos ausgegebener Verschmutzungsrechte, sagte Flasbarth.

Aus diesem Grund forderte Flaßbarth eine entschiedene Reform des Emissionshandelssystems. Sollte diese nicht gelingen, seien andere Maßnahmen notwendig – etwa eine CO2-Steuer oder schärfere Emissionsgrenzwerte.

Der vollständige geprüfte Emissionshandelsbericht (VET) für 2012 wird ab 15.05.2013 auf der Website der deutschen Emissionshandelsstelle verfügbar sein.

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