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Gabriel hat’s kapiert und kopiert TheCompensators*-Idee

Die Zeit wird knapp f√ľr Deutschlands Klimaziele. 40% der Emissionen bis 2020 einzusparen, wird nicht funktionieren, das hat auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel begriffen. Deshalb schl√§gt er eine L√∂sung vor, die unserem Konzept √§hnelt: Zus√§tzlich zum kaputten europ√§ischen Emissionshandelssystem, durch das gegenw√§rtig kaum CO2 gel√∂scht werden kann, w√ľnscht er sich eine ‚Äěnationale Klimaschutzabgabe‚Äú.

Alte Kohlekraftwerke (d.h.: √§lter als 20 Jahre), die besonders umweltsch√§dlich sind, sollen demnach ab einem j√§hrlichen CO2-Aussto√ü von sieben Millionen Tonnen CO2 18 bis 20 Euro pro emittierte Tonne entrichten. Mit den neuen Einnahmen sollen CO2-Emissionszertifikate gekauft und gel√∂scht werden. Je weniger Zertifikate erworben werden k√∂nnen, desto mehr steigt die Nachfrage und desto teurer wird ein Zertifikat. Umweltsch√ľtzern ist der Ansatz zu zaghaft: Die betroffenen Kohlemeiler decken nur 10% der fossilen Stromgewinnung ab. Vertreter der Industrie hingegen protestieren schon lauthals, ihnen ist Gabriels Plan zu streng.

Mehr zum Thema im Artikel der Frankfurter Rundschau sowie auf den Websites des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums.

TheCompensators* sagen: Herr Gabriel, unsere Unterst√ľtzer und wir l√∂schen schon seit Jahren flei√üig Zertifikate, wir gratulieren zu einer guten Idee! Wer nicht so lange warten will, bis das EU ETS durch die zus√§tzliche Abgabe erweitert wird, kann √ľber unseren CO2-Rechner nach Herzenslust kompensieren – einfach die gew√ľnschte Spendensumme oder CO2-Menge eingeben und pers√∂nlich zur Klimawende beitragen!

 

2 Kommentare

  1. Alf sagt:

    Herr Gabriel hat nichts kapiert. Der Sinn des europ√§ischen Emissionshandels ist, dass Emissionen in Europa dort eingespart werden, wo es mit den geringsten Kosten (d.h. mit dem geringsten Ressourcenverbrauch) m√∂glich ist.Spezielle Klimaschutzziele f√ľr einzelne L√§nder oder Branchen machen darunter √ľberhaupt keinen Sinn! Sie f√ľhren nur dazu, dass z.B. mehr Solarkraftwerke im sonnigen Deutschland gebaut werden als im regnerischen Spanien.
    Prinzipiell m√ľssten der Emissionszertifikate nat√ľrlich weltweit gehandelt werden, um global am effizientesten Emissionen zu vermindern. Solange das politisch nicht durchsetzbar ist, bleibt die EU die h√∂chste m√∂gliche Ebene mit der h√∂chsten m√∂glichen Effizienz.

  2. marie sagt:

    Sie haben Recht, Herr Schaller: Wenn das ETS richtig funktionieren w√ľrde, w√§ren keine weiteren Eingriffe m√∂glich. So lange das nicht der Fall ist (und es viel zu viele Verschmutzungsrechte gibt), ist jede Initiative richtig. Und Deutschland w√ľrde der Vorschlag Gabriels erlauben, zumindest ein bisschen seine Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz gerecht zu werden. Wir sollten es also unterst√ľtzen, wenn Herr Gabriel Emissionsrechte l√∂schen will! Noch besser w√§re es nat√ľrlich, wenn die Bundesregierung wirklichen Druck f√ľr eine echte Reform des ETS aus√ľben w√ľrde.

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