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Ein warmer Winter macht noch keine Wende

Einer Studie des Umweltbundesamts zufolge sanken im Jahr 2014 die CO2-Emissionen in Deutschland um 4,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 – das sind 41 Millionen Tonnen CO2. Noch wichtiger: 2014 wurden 912 Tonnen Treibhausgase von sämtlichen Energieverbrauchern (Haushalte, Verkehr, Industrie etc.) emittiert – das ist ein Rückgang der Emissionen um 27 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 und überhaupt erstmals ein Rückgang seit 2010. Bekanntlich möchte Deutschland ja seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken.

Allerdings liegt der Grund für den Rückgang nicht in revolutionären Einsparungen durch mehr erneuerbare Energien, weniger Kohlestrom oder gar einen höheren Preis für CO2-Emissionen. Nein, der Rückgang wurde durch etwas ganz Einfaches herbei geführt. Umweltministerin Barbara Hendricks drückt es so aus: “Der Trend weist endlich wieder in die richtige Richtung. Ein Großteil der Minderung war 2014 auf den milden Winter zurückzuführen. Aber einen Teil des Rückgangs haben wir echten Fortschritten beim Klimaschutz zu verdanken”. Wahrhaftig fühlt es sich aber so an: Der deutsche Winter war schlicht nicht bitter genug. Es wurde weniger geheizt! Da schreit doch nicht nur der Zyniker: Am warmen Winter spürt man den Klimawandel.

Trotzdem handelt es sich bei diesem Emissionsrückgang um gute Nachrichten. Also: Nicht die Hände in den Schoß legen, sondern weiter kräftig CO2-Emissionen kompensieren! Unser Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel macht es schon ganz richtig und schlägt das Löschen von CO2-Emissionszertifikaten vor. TheCompensators* finden das großartig, nicht zuletzt, weil wir es schon seit Jahren machen. So kommt Bewegung in die Wende!

 

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