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Ein fester Preis im Emissonshandel

Der EU-Emissionshandel wirkt nicht wie erwünscht, weil der Zertifikate-Preis zu niedrig ist und es sich für Unternehmen nicht lohnt, statt in Verschmutzung in Umweltschutz zu investieren. Dies liegt unserem Unterstützer Alfred Schaller zufolge unter anderem daran, dass es schließlich nie das Ziel gab, einen spezifischen Zertifikate-Preis festzusetzen. Schaller argumentiert für eine feste Preisspanne von Emissionszertifikaten.

Diese These vertritt er in seinem Paper “EU Emissionshandel und andere Instrumente für Klima-Ziel” (Kurzfassung), das Sie hier in voller Länge lesen können. Demzufolge empfiehlt Schaller, beim jüngsten Regulationsinstrument der EU, der Markt-Stabilität-Reserve, nicht Mindest- und Maximalmengen, sondern Mindest- und Maximalpreise festzusetzen.

Zudem seien zwei der EU-Klimaziele nicht sinnvoll priorisiert: Ein Ziel der EU ist es, bis 2020 durch den Emissionshandel 22% Emissionsminderung zu erreichen. Ein weiteres Ziel besagt, Erneuerbare Energien sollen eine Anteil von 20% erreichen. Laut Schaller ist das zweite Ziel im Grunde sinnlos, denn Erneuerbare Energien finden sich größtenteils im Bereich der Stromerzeugung. Dort soll aber schon der Emissionshandel Motivation schaffen, in saubere (erneuerbare) Energien zu investieren, sodass das erste und das zweite Ziel zum Selben führen.

Lesen hier auch noch einmal unseren Beitrag anlässlich des zehnten Geburtstags des ETS, in dem wir weitere Verbesserungsvorschläge vorstellen.

 

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