TheCompensators* » 4 Das Besondere am Ansatz von TheCompensators*

4 Das Besondere am Ansatz von TheCompensators*

TheCompensators* sind nicht der einzige Anbieter, über den Emissionen kompensiert werden können. Viele andere Organisationen und Firmen (wie etwa Fluggesellschaften) bieten offenbar das Gleiche – doch sie gehen meist einen anderen Weg: Sie nutzen den sogenannten Clean Development Mechanism (CDM).

CDM-Projekte sorgen dafür, dass zusätzliche Emissionen in Entwicklungsländern ausgeglichen werden, etwa durch den Bau eines Wasserkraftwerks oder das Pflanzen von Bäumen. Die Gleichung lautet also: Was wir in den Industriestaaten zu viel emittieren, gleichen wir durch Projekte in der sogenannten Dritten Welt aus.

Die Regeln für CDM-Projekte wurden von den Vereinten Nationen aufgestellt, die Projekte sind zertifiziert – beispielsweise vom TÜV. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Emissionen weiter so steigen, wie sie es bisher getan haben. Dagegen wird das Projekt gesetzt, das niedrigere Emissionen erzeugen soll. Die Differenz wird als hypothetische Einsparung an den Spender “verkauft” und stillgelegt.

Dieser Ansatz ist nicht grundsätzlich falsch – denn letztendlich werden Emissionen konkret ausgeglichen. Ob das hier oder anderswo geschieht, ist für das Klima egal. Es gibt aber eine moralische Komponente, die gegen CDM für das Kompensieren direkt im Emissionshandel spricht: Denn anstatt der historischen Verpflichtung aus mindestens einem Jahrhundert übermäßiger Emissionen von Treibhausgasen nachzukommen und vor der eigenen Haustür zu kehren, wird bei CDM nun Geld in andere Teile der Welt transferiert, was dort zu Einsparungen führen soll. So entsteht ein Ablasshandel, der uns Europäer von der Verpflichtung befreit, die eigenen Emissionen zu mindern.

Deshalb bieten wir genau diese Möglichkeit des Handels vor Ort an: Wer an TheCompensators* spendet, kauft auf diese Weise Emissionsberechtigungen aus dem Europäischen Emissionshandelssystem – und nimmt sie damit den Konzernen weg. Die verfügbare Zahl der Emissionsberechtigungen sinkt damit.

Denn das kommt beim CDM übrigens hinzu: Für CDM-Projekte werden Jahr für Jahr neue Verschmutzungsrechte ausgegeben – die Unternehmen in Europa kaufen und für ihre Emissionen einlösen können. Dieses Mehr an Verschmutzungsrechten bedeutet natürlich auch, dass die Berechtigungen billiger werden. Das ist ein Anreiz, zu hohe Emissionen weiter durch den Kauf von Zertifikaten auszugleichen, anstatt in klimafreundliche Technik zu investieren.

Einige CDM-Organisationen arbeiten allerdings nach dem “Gold-Standard”, der garantiert, dass die zusätzlichen Emissionsrechte nicht verkauft werden.

Übrigens hat das Kompensieren mit TheCompensators* noch mehr Vorteile: Jede Spende sorgt dafür, dass mehr Emissionen in den Emissionshandel einbezogen werden und ist eine Stimme für einen besseren Emissionshandel.