6 Notwendige Verbesserungen des Emissionhandels

The EU Emissions Trading Scheme is the most advanced mechanism of assigning cost to the emission of greenhouse gases. Yet it is far from perfect and needs to be improved.

The total amount of available emissions rights must be reduced!

Emissions must be reduced to 50% of 1990 levels  by 2050 (for the participating countries i.e. EU 27 plus Liechtenstein, Norway and Iceland).

In 1990 the EU 15 emitted 2.06 billion tonnes of CO2, i.e. its emissions should be no more than one billion tonnes of CO2 by 2050.

In 1990 the EU 27 emitted 5.57 billion tonnes of CO2, i.e. its emissions should be no more than 2.3 billion tonnes of CO2 by 2050.

In 2008 the EU 27 emitted 4.94 billion tonnes of CO2, i.e. 11.3% less than in 1990. This decrease was mainly caused by the economic crisis in 2008 and the decline of heavy industries especially in Eastern Europe

Considering that the industrialised countries today produce much more CO2 than developing countries this is an underestimation of what really must be done.

The EU set a reduction target of 20% compared to 1990 levels by 2020, and emissions under the EU ETS shall be limited to 1.72 billion tonnes, compared to 2.08 billion tonnes per year in 2008-2012.

All emissions rights must be sold (e. g. at auctions) instead of being handed out free of charge!

During the 2008-2012 period as little as 10% of all EUAs are by the EU ETS member states; in Germany 8.8% of certificates were sold.

The EU has set itself the target of selling 70% of all certificates by 2020 and 100% by 2025.

All emissions must be included in the trading scheme!

Currently, only about 50% of EU CO2 emissions and 40% of all greenhouse gas emissions are covered by the ETS.

Since the EU is not planning on significantly extending the ETS’ scope, we have to do it ourselves by buying the certificates for the emissions we cause.

Emission rights must be traded globally, since greenhouse gas emissions are a truly global “product”!

Under the Kyoto protocol there exists a trading mechanism for AAUs, but it is not working due to a lack of commitment, especially by the Untied States, and the absence of effective ways of penalising this at the global level.

The EU ETS shows that a transnational trading scheme can work in principle and that extending it to the rest of the world is challenging but possible.Der EU-Emissionshandel ist der fortgeschrittenste Mechanismus, durch den der Ausstoß von Klimagasen mit Kosten belegt wird.  Trotzdem ist er weit davon entfernt, perfekt zu sein und muss weiter verbessert werden.

Die Gesamtzahl der verfügbaren Verschmutzungsrechte muss reduziert werden!

Die Emissionen müssen bis 2050 um 50 Prozent im Vergleich zum Niveau von 1990 verringert werden – für alle am ETS teilnehmenden Länder, das heißt die EU-Staaten, Liechtenstein, Norwegen und Island.

1990 haben die EU-27-Staaten 5,57 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen, das heißt ihre Emissionen dürfen 2050 nicht mehr als 2,3 Milliarden Tonnen CO2 betragen.

2008 hat die EU-27 4,94 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen, das heißt 11,3 Prozent weniger als 1990. Dieser Rückgang war vor allem in der Wirtschaftskrise und dem Niedergang der Schwerindustrie vor allem in Mittel- und Osteuropa begründet.

Angesichts der Tatsache, dass die Industrieländer heute deutlich mehr Klimagase als Entwicklungsländer ausstoßen, müssten die Einsparungen bei den Emissionen eigentlich noch viel höher ausfallen.

Die EU hat sich ein Reduktionsziel von 20 Prozent bis 2020 gesetzt. Die vom EU-Emissionshandel erfassten Bereiche sollen dann 1,72 Milliarden Tonnen betragen – verglichen mit 2,08 Milliarden Tonnen in den Jahren 2008 bis 2012.  Allerdings sind diesen Zahlen nur rund 50 Prozent der EU-weiten Emissionen enthalten.

Alle Verschmutzungsrechte müssen verkauft werden, zum Beispiel in Auktionen – anstatt kostenlos verschenkt zu werden!

In der Handelsperiode von 2008 bis 2012 wurden nur rund zehn Prozent der Emissionsrechte verkauft, in Deutschland waren es 8,8 Prozent.

Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, 70 Prozent aller Zertifikate im Jahr 2020zu verkaufen und 100 Prozent im Jahr 2025. Das ist zu spät!

Alle Emissionen müssen in den Emissionshandel aufgenommen werden!

Derzeit erfasst der Emissonshandel rund 50 Prozent aller CO2-Emissionen in der EU und 40 Prozent aller in der EU ausgestoßenen Treibhausgase insgesamt.

Bislang scheinen die Mitgliedstaaten der EU nicht bereit zu sein, den Umfang des Emissionshandels umfassend zu erweitern. Wir müssen daher selbst handeln – und mehr Emissionen in das System einbeziehen, indem wir unsere Emissionen kompensieren.

Verschmutzungsrechte müssen weltweit gehandelt werden, denn Emissionen sind ein globales Problem!

Im Kyoto-Protokoll existiert zwar theoretisch die Möglichkeit, Emissionen durch sogenannte AAUs zu handeln. Dies funktioniert allerdings nicht, da sich die Staaten den Kyoto-Zielen nicht ausreichend verpflichtet fühlen. Hinzu kommt, dass Sanktionierungsmechanismen fehlen, wenn Staaten gegen die Vorschriften verstoßen und die Ziele nicht einhalten.

Das ETS zeigt, dass länderübergreifende Handelssysteme funktionieren. Ein Ausdehnen auf den Rest der Welt ist also möglich – wenn auch eine Herausforderung.