TheCompensators* - Be carbon conscious – delete emissions!

Weitere 1100 Verschmutzungsrechte vom Markt genommen

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 1100 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

Insgesamt haben wir damit bereits 18.271 Emissionsrechte dem Markt entzogen!

Bundesregierung will Dienstreisen kompensieren

Auf der Website des Umweltbundesamts (UBA) ist ganz offiziell ein Auftrag ausgeschrieben: Die Bundesregierung will ihre Dienstreisen zwischen 2014 und 2017 kompensieren. „Ziel der Kompensation ist es, die Klimawirkung der Dienstreisen durch Emissionseinsparungen an anderer Stelle auszugleichen“ (vgl. entspr. Leistungsbeschreibung).

Das wichtige Stichwort hier ist freilich „an anderer Stelle“, denn das Angebot wünscht ausdrücklich Gutschriften aus dem Clean Development Mechanism (CDM), durch den Klimaprojekte in Entwicklungsländern gefördert werden. Die Löschung von Emissions-zertifikaten aus dem Europäischen Emissionshandel (was wir Compensators* doch so gerne übernehmen!) und damit das Kompensieren vor der eigenen Haustür, ist indes nicht Teil der Ausschreibung.

Natürlich möchten wir hier nicht gegen den CDM wettern (obwohl wir lieber Zertifikate löschen), allerdings hat eine Studie des Öko-Instituts von 2016 ergeben, dass 85 % der CDM-Projekte und 73 % von Emissionsgutschriften in der Periode 2013 bis 2020 eher weniger wirksam sind bzw. sein werden.

Was ist uns der Umweltschutz wert?

Der Großteil der Bevölkerung geht bei sauberer Luft von einem kostenlosen Gut aus, welches man immer und überall kostenlos verbrauchen kann.
Diese Woche wurde eine neue Rekordablöse im Weltfußball von 222 Millionen Euro für einen einzigen Spieler bezahlt. Compensators* zeigen anhand eines kleinen Beispiels auf, wie viel Umweltschutz mit dieser Ablösesumme möglich wäre. Und mit welchem Kleinstbetrag bereits der Umwelt geholfen wird.

Wir bei Compensators* haben uns Gedanken zum Wert einer sauberen Luft gemacht. Überall wird über den Wert eines jeden einzelnen Gegenstands, jedes einzelnen Gutes und der einzelnen Menschen spekuliert. Es wird gemessen, abgeschätzt, berechnet. Der Wert der einzelnen Güter wird über deren Preis wiedergegeben. Ein hoher Preis suggeriert uns einen hohen Wert und die Kostbarkeit. Bedeutet das in letzter Konsequenz, dass ein kostenloses Gut, ein Gut ohne einen Preis auch wertlos ist? Welchen Wert hat sauberes Trinkwasser? Welchen Wert hat Sicherheit? Welchen Wert hat saubere Luft zum Atmen?

Saubere Luft ist ein Menschenrecht und mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen

Warum ist uns, „der Gesellschaft“, ein so kostbares Gut wie die Luft zum Atmen so wenig wert, während wir anderen Bagatellen und Trivialitäten jeder Art einen vergleichsweise immens hohen Wert beimessen. Um diese seltsamen Prioritäten einmal anschaulich darzustellen, sehen wir uns Folgendes an: Diese Woche wurde der Wechsel des Fußballspielers Neymar vom FC Barcelona zum PSG Paris offiziell verkündet. Die Ablösesumme beträgt stolze 222 Millionen Euro. Einige Tage vorher veröffentlicht der SPIEGEL eine Auswertung über die Durchschnittsgehälter in Deutschland.

Das Durchschnittseinkommen liegt demnach in Deutschland bei 3441 Euro brutto pro Monat. Das sind 41.292 Euro pro Jahr. Lassen wir bewusst die Abzüge von Lohnsteuern und Sozialabgaben außen vor, lässt sich der Wert Neymars auf dem Arbeitsmarkt mit 5376 durchschnittlichen Arbeitnehmern in Deutschland gleichsetzen. Es ist keine Frage, ein einzelner Mensch kann niemals deutlich über 5000 andere Menschen aufwiegen, es geht bei dieser Fragestellung auch nicht um die Verhältnismäßigkeit der bezahlten Ablösesumme. Führen wir uns stattdessen vor Augen, welche hohen Summen mittlerweile gesellschaftlich als akzeptabel gelten und welche Kleinstbeträge als inakzeptabel betrachtet werden.

Täglich 16 Cent machen den Unterschied

Mit einigen einfachen Beispielen möchte ich vor Augen führen, welchen Wert wir dem Umweltschutz zumessen. Laut einer Auswertung des Umweltbundesamts ist jeder Einwohner Deutschlands für die Erzeugung von durchschnittlich 11 Tonnen CO2 verantwortlich. Der Preis für eine Tonne CO2 an der Börse liegt aktuell bei 5,38 Euro pro Tonne CO2. Auf das gesamte Jahr umgerechnet müsste jede und jeder Einzelne täglich 16 Cent aufwenden, um ihren oder seinen gesamten CO2-Fußabdruck zu kompensieren. Zum Vergleich: Für 16 Cent bekommt man etwa ein Kaiserbrötchen beim Bäcker, eine Zigarette oder eine Flasche Wasser beim Discounter.

880 – 902 Millionen Tonnen CO2 jährlich

Stellen wir einmal die Modellrechnung mit den vorhandenen Durchschnittswerten auf: In Deutschland leben nach aktuellen Schätzungen ca. 80 – 82 Millionen Menschen. Wie oben erwähnt, sind alle EinwohnerInnen für je 11 Tonnen CO2 verantwortlich. Mit der Bevölkerungszahl hochgerechnet ergibt das 880 Millionen bis zu 902 Millionen Tonnen CO.

Für Neymars 222 Millionen Euro können knapp 41,264 Millionen Tonnen CO2 gekauft werden. 222 Millionen Euro entsprechen zum Beispiel 4,57 Prozent bis 4,69 Prozent der gesamten deutschen CO2-Emissionen oder 3,751 Millionen durchschnittlichen CO2-Fußabdrücken. Dieses Beispiel zeigt deutlich den gesellschaftlich geringen Wert, der einer sauberen, lebenswerten Umwelt mit sauberem Wasser und sauberer Luft zugesprochen wird.

Was würden Sie mit 220.000.000 Euro machen?

Unterstützen Sie Compensators* und machen Sie die Welt zu einem besseren, sauberen Ort.

Text: Peter

Macrons gute Idee

Nachdem die USA angekündigt haben, aus dem Klimaabkommen auszutreten, haben sich die Umweltschutzanforderungen an die EU massiv erhöht. Der französische Präsident Emmanuel Macron plädiert nun für einen Zertifikatepreis von über 30 € – das würde eine Versechsfachung des aktuellen Preises bedeuten – et voilà, der Emissionshandel könnte wieder funktionieren.

Macron hat sich Bloomberg New Energy Finance zufolge mit seinem Anliegen an Angela Merkel gewendet. Eine Äußerung dazu liegt laut dem Marktforschungsunternehmen aber noch nicht vor. Es sei anzunehmen, dass Merkel sich angesichts des anstehenden Wahlkampfs für die Bundestagswahl 2017 mit hohen Kosten für CO2-Emissionen zurückhalten wird. Schließlich hängen viele deutsche Unternehmen von Kohle und Braunkohle ab und kündigen das Streichen von Arbeitsplätzen an, sollten übermäßig hohe Emissionen künftig teurer bestraft werden.

Wir haben weitere 1.896 Verschmutzungsrechte gelöscht

Die vergangenen Tage waren spannend bei den Compensators*. Nachdem wir im Tagesspiegel erwähnt wurden und ein Interview mit unserer Vorstandsvorsitzenden Antonella Battaglini in der taz erschien, haben wir Verschmutzungsrechte für 1.895 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

Insgesamt haben wir damit bereits 17.171 Emissionsrechte dem Markt entzogen! Und mit Hilfe eurer Spenden können es noch mehr werden.

Die “taz” schreibt über Compensators*

Die taz hat unsere Vorstandsvorsitzende Antonella Battaglini zum Emissionshandel und zu unserem compensate!-Konzept befragt. Es bleibt dabei: „Der Emissionshandel ist erlahmt“. Für unseren Ansatz, selbst verursachte Emissionen finanziell zu kompensieren, ernten wir zuweilen auch Kritik. Die taz fragt im Interview, ob das nicht „eine Art Ablasshandel“ sei.

Natürlich sagen auch wir: Der erste Schritt ist die Vermeidung von Emissionen. Erst dann folgt der zweite Schritt der Kompensation. In anderen Worten: Auch wir plädieren dafür, das Auto stehen zu lassen und lieber aufs Fahrrad zu steigen. Aber Compensators* geben jedem Konsumenten und jeder Konsumentin die Möglichkeit, sozusagen bei den Großen mitzumischen und sich am Emissionshandel zu beteiligen. Ihr spendet, wir löschen. Die Politik hat mit dem Emissionshandel ein System erfunden, das aufgrund eines absurden Überangebots von Verschmutzungslizenzen völlig marode ist.

Eine Aufgabe von Compensators* ist, darauf aufmerksam zu machen. Wie Antonella im Interview sagt: Wenn morgen eine Million Menschen je ein Zertifikat kaufen, beeinflusst das den Markt immens und sendet ein unverkennbares Zeichen an die Politik.

Lest hier das Interview in der taz!

319 Tonnen CO2 aus dem ETS „geschubst“

Im Januar 2017 haben die Compensators* bereits Spenden in Höhe von rund 1.600 Euro verbucht und dafür CO2-Emissionsrechte für 319 Tonnen unwiderruflich gelöscht. Den Kickstart ins neue Jahr verdanken wir einer Kooperation mit den Umweltökonomen der Universität Hamburg. Dort untersuchen Prof. Dr. Grischa Perino und Hendrik Bruns , wie sich so genannte “Nudges” auf freiwillige Beiträge zum Klimaschutz auswirken.

“Nudges”, zu Deutsch “Schubser”, stoßen auf zunehmendes Interesse in der Umweltforschung und –politik mit dem Ziel, individuelles Umweltverhalten durch solch kleine, fast unmerkliche “Schubser” positiv zu beeinflussen. Hendrik Bruns und Prof. Dr. Grischa Perino fragen in ihren verhaltensökonomischen Experimenten unter anderem, ob es eine Rolle spielt, welche Personen oder Institutionen die Empfehlung zum Klimaschutzbeitrag aussprechen. Neben den Compensators* hat auch die Bundestagsabgeordnete und Compensators*-Mitglied Dr. Julia Verlinden das Forschungsprojekt unterstützt.

“Ein ungewöhnlicher Weg”

Die GEO erwähnt uns in einem Beitrag über Klimaschutz! Unser Ansatz, die Lizenz zum Verschmutzen einfach zu löschen, sei “ziemlich ungewöhnlich”. Wie nehmen’s als Kompliment und kompensieren fleißig weiter!

Wir feiern Zehnjähriges!

TheCompensators* feiern Zehnjähriges! Zur Feier des Tages gibt’s hier zehn Fakten über uns!

1. In den letzten zehn Jahren haben wir 15.267 Tonnen CO2 gelöscht!

2. Bei den Compensators* mitwirken macht gute Luft und Laune 😀

3. Phineo empfiehlt uns: Wir wirken!

4. Was uns von anderen Kompensations-Anbietern unterscheidet: Wir kompensieren vor der eigenen Haustür!

5. Gegründet wurden TheCompensators* von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts.

6. Im vergangenen Jahr haben wir mit einer Crowdfunding-Aktion Spenden gesammelt und für alle Abgeordneten des Europaparlaments Zertifikate gekauft und gelöscht. An einige der Abgeordneten haben wir die Zertifikate sogar persönlich übergeben.

7. Im vergangenen Jahr sind die Compensators* Gegenstand von ökonomischer (Spenden)verhaltensforschung geworden: Can Nudges Be Transparent and Yet Effective?

8. Bei Bonsum kann man nachhaltig shoppen, Punkte sammeln, und diese an TheCompensators* spenden. Außerdem findet man uns bei PlanetHelp und Gooding.

9. Zivilgesellschaftliche Akteure sind im Emissionshandel eigentlich nicht vorgesehen. TheCompensators* machen trotzdem mit!

10. Mit unseren Geschenkzertifikaten kann man Klimaschutz verschenken!

Ein fester Preis im Emissonshandel

Der EU-Emissionshandel wirkt nicht wie erwünscht, weil der Zertifikate-Preis zu niedrig ist und es sich für Unternehmen nicht lohnt, statt in Verschmutzung in Umweltschutz zu investieren. Dies liegt unserem Unterstützer Alfred Schaller zufolge unter anderem daran, dass es schließlich nie das Ziel gab, einen spezifischen Zertifikate-Preis festzusetzen. Schaller argumentiert für eine feste Preisspanne von Emissionszertifikaten.

Diese These vertritt er in seinem Paper “EU Emissionshandel und andere Instrumente für Klima-Ziel” (Kurzfassung), das Sie hier in voller Länge lesen können. Demzufolge empfiehlt Schaller, beim jüngsten Regulationsinstrument der EU, der Markt-Stabilität-Reserve, nicht Mindest- und Maximalmengen, sondern Mindest- und Maximalpreise festzusetzen.

Zudem seien zwei der EU-Klimaziele nicht sinnvoll priorisiert: Ein Ziel der EU ist es, bis 2020 durch den Emissionshandel 22% Emissionsminderung zu erreichen. Ein weiteres Ziel besagt, Erneuerbare Energien sollen eine Anteil von 20% erreichen. Laut Schaller ist das zweite Ziel im Grunde sinnlos, denn Erneuerbare Energien finden sich größtenteils im Bereich der Stromerzeugung. Dort soll aber schon der Emissionshandel Motivation schaffen, in saubere (erneuerbare) Energien zu investieren, sodass das erste und das zweite Ziel zum Selben führen.

Lesen hier auch noch einmal unseren Beitrag anlässlich des zehnten Geburtstags des ETS, in dem wir weitere Verbesserungsvorschläge vorstellen.

Weitere 2960 Verschmutzungsrechte vom Markt genommen

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 2960 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

Insgesamt haben wir damit bereits 15.267 Emissionsrechte dem Markt entzogen!!

Weitere 1190 Verschmutzungsrechte vom Markt genommen

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 1190 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

Insgesamt haben wir damit bereits 12.316 Emissionsrechte dem Markt entzogen!

Ökonomen zweifeln an der Marktstabilitätsreserve

Die Umweltökonomen Prof. Dr. Grischa Perino und Maximilian Willner von der Universität Hamburg haben die Wirkung der Marktstabilitätsreserve auf den Zertifikatehandel untersucht und äußern Zweifel, dass der neue Mechanismus tatsächlich zur Reform des EU Emissionshandelssystem (ETS) beiträgt. Maximilian Willner fasst die aktuellen Forschungsergebnisse für TheCompensators* zusammen:

Mit der Verabschiedung des EU ETS Reformpakets im Sommer 2015 wurde unter anderem auch die Einführung der sogenannten Marktstabilitätsreserve (MSR) beschlossen. Die MSR nimmt zeitweilig Zertifikate vom Markt und verringert so vorübergehend die vorhandene Menge an ungenutzten, überschüssigen Zertifikaten.

Dieser Mechanismus soll einerseits den Überschuss an ungenutzten Zertifikaten im Markt reduzieren und so zusätzliche Anreize zur Investition in klimafreundliche Technologien setzen. Andererseits soll er das Handelssystem robuster machen und einem plötzlichen oder länger anhaltenden Preisverfall im Zertifikatehandel entgegenwirken, beispielsweise infolge sinkender Nachfrage im Zuge von Wirtschaftskrisen. Unsere Forschungsergebnisse stellen beide Funktionen infrage.

In unserem aktuellen Forschungsbeitrag “The price and emission effects of a market stability reserve in a competitive allowance market” vergleichen wir ein Szenario mit MSR und ein Szenario ohne Reform. Dabei zeigt sich, dass die MSR durch Markteingriffe den Preis für CO2 wie gewünscht erhöhen kann, aber nur kurzfristig. Mittelfristig werden die Emissionszertifikate wieder billiger, weil die MSR aus dem Handel genommene Zertifikate nicht zerstört, sondern sie wieder ausschüttet. Die Gesamtmenge der im EU ETS ausgegebenen Zertifikate bleibt also letztlich gleich. Das geringere mittelfristige Preisniveau könnte dann unerwünschte Folgen für langfristige, klimafreundliche Investitionsentscheidungen insbesondere von Energieunternehmen haben.

Ebenso zweifelhaft ist, ob die MSR das EU ETS tatsächlich robuster gegenüber Preisverfall infolge von Schocks oder Wirtschaftskrisen machen kann. Nach unseren Berechnungen könnte die MSR die Folgen von Nachfrageschwankungen im EU ETS unter Umständen sogar verstärken und die Zertifikatspreise noch stärker ausschlagen lassen als bisher.

“Die Zeit” kompensiert Recherchen für ihre Paris-Klimaserie mit TheCompensators*

Die Wochenzeitung “Die Zeit” veröffentlicht eine Klimaserie zur Weltklimakonferenz in Paris. Die durch Reisen und Produktion entstandenen Emissionen hat die Zeitung über TheCompensators* kompensiert!

Die Zeit - Klimaserie kompensiert über TheCompensators*Bei der Onlineversion fehlt der Hinweis leider, dafür gibt’s hier den relevanten Ausschnitt aus der Printausgabe.

Wir haben mehr als 10.000 Verschmutzungsrechte gelöscht!

Compensate!TheCompensators* haben mehr als 10.000 Verschmutzungsrechte seit ihrer Gründung 2006 gelöscht! Das heißt, wir haben den Ausstoß von mehr als 10.000 Tonnen klimaschädlichen CO2s verhindert.

Um genau zu sein: Mit unserer neuesten Löschung von heute haben wir 11.126 Emissionszertifikate aus dem Markt genommen. newest account statement bestätigt, dass wir dieses Mal 1140 Verschmutzungsrechte gelöscht haben.)

Wir danken allen unseren Unterstützern sehr herzlich für ihre Hilfe, diese fantastische Zahl zu erreichen!

Wenn auch Du kompensieren und Deine Stimme für effektiven Klimaschutz sowie eine umfassende Reform des Europäischen Emisssionshandels erheben möchtest, spende jetzt und hilf uns, noch mehr Emissionsrechte zu löschen!

e-politik.de: CO2-Reform fürs Klima

Auf e-politik.de erklären TheCompensators* den Zusammenhang zwischen der Weltklimakonferenz COP 21 in Paris und der dringend notwendigen Reform des Europäischen Emissionshandels.

Mehr lesen…

Parlament verabschiedet CO2-Marktstabilisierungsreserve

Das Europäische Parlament hat einen wichtigen Schritt in Richtung einer Reform des Europäischen Emissionshandelssystems (ETS) gemacht. Es stimmte am Mittwoch, den 9. Juli 2015 der Schaffung einer sogenannten CO2-Marktstabilisierungsreserve zu. Diese Reserve soll 2019 in Kraft treten und soll den Preis für Verschmutzungsrechte auf ein sinnvolles (höheres) Niveau hieven. Wenn die Reserve richtig umgesetzt wird, könnte sie helfen, das ETS zu einem tatsächlich funktionierenden Werkzeug im Kampf gegen den Klimawandel zu machen.

Weitere Details finden sich in der Pressemitteilung des Parlaments.

10 Jahre EU ETS – Das geht besser!

Die Idee, den Nachfrage- und Angebotsmechanismus eines Marktes auch für Emissionen zu nutzen, bleibt genial. Die Umsetzung des Emissionshandelssystems, die Vergünstigungen und Ausflüchte für beteiligte Branchen ermöglicht, muss aber aufs Schärfste kritisiert und unbedingt reformiert werden. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des EU ETS schauen wir zurück auf die verschiedenen Handelsperioden und beleuchten Lösungsansätze und neue Ideen des International Center of Climate Governance (ICCG).

 

Rückblick – Fehl- und Überallokation der Emissionsrechte

1. Handelsperiode (2005-2007):

Durch die Herausgabe zu vieler Emissionsrechte entsteht schon früh ein Überangebot. Die überschüssigen Zertifikate können nocht nicht zurückgestellt werden und in die 2. Periode übergehen, sie sind also nicht ertragsfähig. Der Markt wird vom Misstrauen potentieller Investoren getroffen.

2. Handelsperiode (2008-2012)

Die Wirtschaftskrise löst weltweit Produktionsrückgänge aus, so dass die gesetzte Emissionsgrenze (Cap) nicht überschritten wird; es bliebt beim Überangebot an Emissionsrechten. Und was passiert mit dem Preis, wenn Überangebot herrscht? Er fällt. Während dieser Handelsperiode fällt er auf ein solches Niveau, dass es sich nicht lohnt, in Alternativen zu investieren. Mit anderen Worten: Es ist für Unternehmen billiger, für überschüssige Emissionen zu bezahlen, als sich um saubere Technologien zu kümmern. An der Krise und Rezession zeigt sich also auch ein weiteres Problem: Die Emissionen in absoluten Zahlen zu messen, hilft nicht unbedingt beim Messen der Effektivität des EU ETS, schließlich kann der Ausstoß klimaschädlicher Gase auch zurückgehen, weil Unternehmen von der Wirtschaftkrise betroffen sind und weniger produzieren.

3. Handelsperiode (2013-2020)

Im Gegensatz zu den ersten beiden Perioden werden Emissionsrechte nun nicht mehr verteilt, sondern hauptsächlich versteigert. Zum Überangebot an Zertifikaten gesellen sich zudem andere Möglichkeiten, Emissionen zu kompensieren (Joint Implementation und Clean Development Mechanism), was den Emissionsrechte-Überschuss ebenfalls verschärft. Der aktuelle Preis pro Tonne CO2 hat sich zwischen 6 und 8 € eingependelt.

 

Lösungen

Die Lösungsfindung gestaltet sich in einem so komplexen System mit so vielen verschiedenen Ländern und Interessen als ausgesprochen schwierig. Zwei Lösungsansätze sind bereits auf den Weg gebracht worden. Wie effizient sie sind, bleibt abzuwarten.

Backloading

Im Jahr 2014 wurden im Rahmen des sogenannten Backloading 900 Millionen Emissionsrechte vom Markt genommen, um den Überschuss zu kompensieren. Allerdings: Der CO2-Preis zeigt sich von der Maßnahme unbeeindruckt.

Marktstabilitätsreserve

Die MSR bietet eine Ober- und Untergrenze für Emissionszertifikate auf dem Markt. Ab 2019 soll es sich so verhalten: Befinden sich mehr als 833 Millionen Emissionszertifikate auf dem Markt, werden 12 Prozent davon weggenommen und in der Reserve “gelagert”. Befinden sich weniger als 400 Millionen Zertifikate im System, werden diese etwa 100 Millionen Zertifikate wieder auf den Markt entlassen. Wie es Carlo Carraro, Direktor der Abteilung für Klimaeinflüsse und -politik am ICCG ausdrückt: „Sie [die MSR] wird dabei helfen, die Zertifikateschwemme zu reduzieren, den CO2-Preis zu steigern und das in einer angemessenen Zeitspanne.” Leider prognostiziert Carraro auch, dass es bei dem antizipierten Überschuss an Zertifikaten 10 bis 15 Jahre ab Einführung der MSR dauern dürfte, bis das EU ETS wieder zu einem effizienten Markt wird. Und: Die MSR wird die faktische Menge an emittiertem CO2 nicht senken, denn die Höhe des Cap ändert sich ja nicht. Entsprechend sollte man also die Rate, zu der jede Periode weniger Rechte ausgeschüttet werden, erhöhen (momentan sind es 1,74 Prozent, nächste Periode 2,2 Prozent).

Ob die MSR einen willkommenen Effekt auf die Preisentwicklung haben wird (die Ankündigung ihrer Einführung hatte jedenfalls keinen nennenswerten) bleibe abzuwarten, so das ICCG in einem kurzen Report zur MSR. So wie TheCompensators* sagt auch das Center: „Wenn man nichts tut, um den Überschuss “körperlich” zu verkleinern [also: Zertifikate absolut vom Markt zu nehmen], wird das ETS weiterhin kaum Einfluss auf die CO2-Emissionen in der EU ausüben, und zwar für die meiste oder gar die ganze Zeit der Handelsperiode bis 2030.”

 

Neue Denkanstöße

Bei der Marktstabilitätsreserve und dem Backloading kann es also nicht bleiben. Es ist schon einmal eine gute Nachricht, dass die 900 Millionen zurückgestellten Zertifikate in die MSR übergehen sollen. Lösungen, die das System schneller reparieren, müssen aber trotzdem her.

Sektorspezifische Preise und leistungsabhängige Zertifikate

Für einen Lösungsansatz muss man sich laut ICCG Folgendes vor Augen halten: Die beiden dominierenden Branchen im europäischen Emissionshandel – Kraftwerke sowie die energieintensive Industrie – haben unterschiedliche Interessen: Während Kraftwerke von hohen CO2-Preisen profitieren, weil sie mehr für ihre Leistung verlangen können und nicht in einem globalen Strompreis-Wettbewerb stehen, bedeuten hohe CO2-Preise für energieintensive Unternehmen höhere Kosten und weniger Profit, denn diese befinden sich sehr wohl in einem internationalen Wettbewerb. Deshalb könnte es sinnvoll sein, an die Stelle des aktuell homogenisierten Marktpreises einen variablen Preis zu setzen, der von der jeweiligen Kohleintensität und Produktionszielen abhängt. Die energieintensive Industrie habe also wenig Anreiz, sich auf etwas anderes als „unsauberen Strom“ zu konzentrieren, schließlich sei der billig. Der Thinktank schlägt daher vor, an diese Industrien kostenlose Emissionsrechte zu vergeben, um von ihnen den Wettbewerbsdruck zu nehmen und das Phänomen des „Carbon Leakage“ (Unternehmen verlegen ihre Produktion in ein Land, in dem weniger strengere Energie-Standards herrschen) zu vermeiden.

Carraro bezieht sich zudem auf eine Studie des Beratungsunternehmens Ecofys, derzufolge es effizienter ist, Emissionsrechte nicht aufgrund von historischen Zahlen zu verteilen, sondern anhand aktueller Produktionsniveaus, sodass u.a. mehr „Anreize für kohlenstoffarmes Wachstum“ geboten werden. Der Ansatz, genannt “dynamische Allokation”, wäre also leistungsbasiert. Freilich darf die Emissionsgrenze nicht zu niedrig angesetzt sein – das würde „Carbon Leakage“ unterstützen.

Das System ausweiten – branchenbezogen und geographisch

Von der Idee, den Emissionshandel um die Sektoren Flug- und Straßenverkehr auszuweiten, ist das ICCG weniger begeistert: Flugverkehr gehört praktisch ohnehin schon dazu (man denke allein an Organisationen wie atmosfair, die dem Clean Development Mechanism zu einer gewissen Berühmtheit verholfen hat), der Transportsektor unterliege bereits so vielen anderen Regelungen und Bedingungen, das System sei schon komplex genug. Noch eine Größe mit anderen Ansprüchen an das System zu inkludieren könne alles noch komplizierter machen. Der Punkt ist nachvollziehbar, nichtsdestotrotz möchten wir an dieser Stelle an das Kalifornien-Québec-System erinnern, wo die Hinzunahme des Transportsektors wunderbar geklappt hat.

Auch ein Vorschlag, aber ebenfalls kaum durchsetzbar, wäre ein globaler Emissionshandel. Doch auch hier sieht das ICCG das Problem der Unvereinbarkeit zahlreicher unterschiedlicher Ansprüche an ein System – manche Länder müssten sich zum Beispiel bereit erklären, weniger zu emittieren als andere.

 

Nicht warten, handeln!

Was auch immer in Zukunft mit dem ETS geschehen wird – eine absolute Vernichtung von Emissionszertifikaten bieten TheCompensators* schon jetzt an. Bei uns kannst du ganz einfach jetzt schon CO2 kompensieren und zu einem besseren Emissionshandel beitragen. Compensate!

Die Reform kommt 2019

Das Europäische Parlament und die Mitgliedsländer haben sich auf die Einführung einer Marktstabilitätsreserve ab Januar 2019 geeinigt. Experten erwarten durch diesen Schritt eine Verbesserung des EU ETS, die dringend geboten ist, wenn die EU ihre ambitionierten Klimaziele bis 2020 einhalten will.

Zeitpunkt und Backloading

Die Marktstabilitätsreserve hat die Aufgabe, den Emissionshandel über Mengenregulation zu reparieren. Der Mechanismus greift, wenn die Anzahl Zertifikate eine bestimmte Grenze über- oder unterschreitet. Je nachdem werden überschüssige Zertifikate zurückgehalten oder wieder ausgegeben. So soll sich das Preisniveau stabilisieren, das momentan viel zu gering ist.

Energypost.eu beschreibt die Absprache als „historisch“, weil die Mitglieder des Europäischen Parlaments (MdEPs) und die Mitgliedsstaaten eine so einhellige Lösung für einen Entwurf gefunden haben. „Normalerweise“, lautet es im Artikel, „kämpfen MdEPs für strengere Inhalte, während die Mitgliedsstaaten lieber mildere Gesetze sehen.“ Wobei: Der Rat einigte sich auch auf die Einführung von “Solidaritätszertifikaten”. Diese sollen 10% aller Zertifikate eines Jahres ausmachen, nicht Teil der Marktstabilitätsreserve sein und an Länder in Zentral- und Osteuropa ausgehändigt werden. Diese Länder sind dann also von der Stabilitätsreserve nicht betroffen.

Die Marktstabilitätsreserve wirkt sich auch auf das sogenannte „Backloading“ aus. 2014 hatte die Kommission 900 Millionen Zertifikate vom Markt genommen, um diesen zu stabilisieren. Diese Zertifikate sind aber nicht wertlos geworden, sondern sollten 2019 bis 2020 auf den Markt zurück geführt werden.

Umweltschützer wollen mehr, Industrie weniger

Die NGO Sandbag begrüßt den Reformschritt, will von den Mitgliedsstaaten aber mehr: Für die Zeit nach 2020, die bei der Klimakonferenz im Dezember 2015 diskutiert wird, sollen die Mitgliedsstaaten eine „signifikante“ Menge an EUAs löschen, hieß es in einer Pressemitteilung.

Indes äußerte sich die europäische Stahlassoziation Eurofer in einer Presseerklärung „ernsthaft besorgt über die frühere Implementierung der Marktstabilitätsreserve“. Die erwartete Preissteigerung in den künftigen Jahren würde ein Risiko für die Branche darstellen: „Stahlproduzenten innerhalb der EU werden bezüglich ihrer internationalen Wettbewerber noch schwierigere Zeiten haben, denn diese werden nicht mit solchen CO2-Kosten konfrontiert.“

Baut es aus!

Dies ist in der Tat ein Punkt, der das Klimaproblem wieder aufs Globale bringt und daher bei der Klimakonferenz in Paris intensiv diskutiert werden muss: Das Phänomen des sogenannten „carbon leakage“ – also das Ansteigen von CO2-Emissionen in einem Land aufgrund der Reduktionen von CO2-Emissionen in einem anderen Land mit strengeren klimapolitischen Auflagen – verursacht für Kraftwerksbetreiber Anreize, in Länder mit schwächeren Naturschutzgesetzen abzuwandern.

Deshalb müssen Emissionshandelssysteme weiter ausgeweitet werden. Dass Emissionshandelssysteme funktionieren können, zeigt das kanadisch-kalifornische System, das vor ein paar Monaten auch den Transportsektor integriert hat. Solange bei uns über solche Optionen aber nur diskutiert wird, bleibt die Marktstabilitätsreserve ein Schritt auf dem langen Weg, das Europäische Emissionshandelssystem nachhaltig zu verbessern.

Schwelle überschritten

Im März 2015 wurde zum ersten Mal eine Grenze überschritten: Die Konzentration von Treibhausgasen in unserer Atmosphäre hat einen Rekordwert erreicht, der 400 ppm (parts per million) übersteigt so die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Seit Beginn der Messungen im Jahr 1880 ist dieser Wert noch nicht so hoch gewesen.

Man halte sich vor Augen: Seit den 1990er Jahren – gerade mal seit 20 Jahren also – wird über CO2-Reduktionen politisch diskutiert. In dieser Zeit ist der globale CO2-Ausstoß um 60 % gestiegen. Wir sägen am eigenen Ast. Auf geht’s: Kompensieren!

In diesem Artikel der NOAA findet ihr mehr Details zum Trend, den wir bald nicht mehr umkehren können.

Ein warmer Winter macht noch keine Wende

Einer Studie des Umweltbundesamts zufolge sanken im Jahr 2014 die CO2-Emissionen in Deutschland um 4,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 – das sind 41 Millionen Tonnen CO2. Noch wichtiger: 2014 wurden 912 Tonnen Treibhausgase von sämtlichen Energieverbrauchern (Haushalte, Verkehr, Industrie etc.) emittiert – das ist ein Rückgang der Emissionen um 27 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 und überhaupt erstmals ein Rückgang seit 2010. Bekanntlich möchte Deutschland ja seine Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 senken.

Allerdings liegt der Grund für den Rückgang nicht in revolutionären Einsparungen durch mehr erneuerbare Energien, weniger Kohlestrom oder gar einen höheren Preis für CO2-Emissionen. Nein, der Rückgang wurde durch etwas ganz Einfaches herbei geführt. Umweltministerin Barbara Hendricks drückt es so aus: “Der Trend weist endlich wieder in die richtige Richtung. Ein Großteil der Minderung war 2014 auf den milden Winter zurückzuführen. Aber einen Teil des Rückgangs haben wir echten Fortschritten beim Klimaschutz zu verdanken”. Wahrhaftig fühlt es sich aber so an: Der deutsche Winter war schlicht nicht bitter genug. Es wurde weniger geheizt! Da schreit doch nicht nur der Zyniker: Am warmen Winter spürt man den Klimawandel.

Trotzdem handelt es sich bei diesem Emissionsrückgang um gute Nachrichten. Also: Nicht die Hände in den Schoß legen, sondern weiter kräftig CO2-Emissionen kompensieren! Unser Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel macht es schon ganz richtig und schlägt das Löschen von CO2-Emissionszertifikaten vor. TheCompensators* finden das großartig, nicht zuletzt, weil wir es schon seit Jahren machen. So kommt Bewegung in die Wende!

Gabriel hat’s kapiert und kopiert TheCompensators*-Idee

Die Zeit wird knapp für Deutschlands Klimaziele. 40% der Emissionen bis 2020 einzusparen, wird nicht funktionieren, das hat auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel begriffen. Deshalb schlägt er eine Lösung vor, die unserem Konzept ähnelt: Zusätzlich zum kaputten europäischen Emissionshandelssystem, durch das gegenwärtig kaum CO2 gelöscht werden kann, wünscht er sich eine „nationale Klimaschutzabgabe“.

Alte Kohlekraftwerke (d.h.: älter als 20 Jahre), die besonders umweltschädlich sind, sollen demnach ab einem jährlichen CO2-Ausstoß von sieben Millionen Tonnen CO2 18 bis 20 Euro pro emittierte Tonne entrichten. Mit den neuen Einnahmen sollen CO2-Emissionszertifikate gekauft und gelöscht werden. Je weniger Zertifikate erworben werden können, desto mehr steigt die Nachfrage und desto teurer wird ein Zertifikat. Umweltschützern ist der Ansatz zu zaghaft: Die betroffenen Kohlemeiler decken nur 10% der fossilen Stromgewinnung ab. Vertreter der Industrie hingegen protestieren schon lauthals, ihnen ist Gabriels Plan zu streng.

Mehr zum Thema im Artikel der Frankfurter Rundschau sowie auf den Websites des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums.

TheCompensators* sagen: Herr Gabriel, unsere Unterstützer und wir löschen schon seit Jahren fleißig Zertifikate, wir gratulieren zu einer guten Idee! Wer nicht so lange warten will, bis das EU ETS durch die zusätzliche Abgabe erweitert wird, kann über unseren CO2-Rechner nach Herzenslust kompensieren – einfach die gewünschte Spendensumme oder CO2-Menge eingeben und persönlich zur Klimawende beitragen!

Andere Länder, andere Emissionshandelssysteme

Im Januar 2014 legten die kanadische Provinz Québec und der US-amerikanische Staat Kalifornien ihre Kohlenstoffmärkte zusammen, “linkten” sie also. Im Februar dieses Jahres fand die zweite Versteigerung von Emissionszertifikaten statt – mit einem beeindruckenden Ergebnis.

Davon könnte sich unser ETS eine Scheibe abschneiden: Vor einem Monat wurden im amerikanisch-kanadischen Cap-and-Trade-System alle der 73.610.528 im Jahr 2015 verfügbaren Emissionsrechte mit einem Erlös von 1,02 Milliarden US-Dollar versteigert – und das bei einer dreifach so großen Menge wie bei der ersten Versteigerung im November 2014 und unter Hinzunahme von Emissionsberechtigungen aus dem Transportsektor (Kraftstoffe).

Der Preis eines einzelnen Emissionszertifikates betrug dabei 12,21 US-Dollar (zum Vergleich: Im EU ETS sind es momentan 7 Euro, was etwa 7,66 US-Dollar entspricht). Zusätzlich wurden 10.431.500 Zertifikate für das Jahr 2018 zu einem Preis von je 12,10 US-Dollar versteigert. Diese sind reservierte Emissionsrechte, die allein für das betreffende Jahr gelten, aber schon zum jetzigen Zeitpunkt gekauft werden können. Bei der ersten Versteigerung waren reservierte Zertifikate für das Jahr 2017 um 12 Cent teurer. Experten zufolge ist das eine sehr positive Entwicklung: Sie zeigt, dass der Markt als stabil und ausbaufähig wahrgenommen wird. Die Erträge aus der Aktion fließen in Maßnahmen zur Kompensation, also Erneuerbare Energien oder Projekte für Emissionsreduktion.

Besonders spannend ist die erwähnte Erweiterung des Systems um Emissionen aus Kraftstoffen für den Verkehr, Kaliforniens größte Emissionsquelle. Durch diese Integration des Transportsektors hat sich die Marktgröße beinahe verdoppelt, und das subnationale Emissionshandelssystem Kalifornien-Québec ist nun das drittgrößte der Welt (nach dem EU ETS und China).

Eure Spendenbescheinigungen für 2014 sind auf dem Weg!

Liebe Mitglieder und SpenderInnen!

Dank Euch übertreffen die Spendeneinnahmen von 2014 die Spenden der Vorjahre – dafür danken wir euch ganz herzlich!

Wir sind aktuell noch dabei, den Jahresabschluss 2014 zu erstellen – wenn dies abgeschlossen ist, bekommt Ihr auch Eure Spendenbescheinigungen!

TheCompensators* arbeiten nach wie vor ehrenamtlich. Deswegen haben wir sehr geringe Verwaltungskosten, sodass praktisch Eure gesamten Spenden für die Kompensation verwendet werden. Der Nachteil: Wir engagieren uns zusätzlich zu unseren Vollzeitjobs für die Verbesserung des Emissionshandels und deswegen dauert die Bearbeitung Eurer Spenden manchmal ein bisschen länger.

Wir setzen alles daran, dass die ersten Bescheinigungen Anfang bis Mitte März rausgehen und dass die letzten deutlich vor Fristablauf der Einkommensteuererklärung verschickt werden. Verspätungen gibt es manchmal, wenn wir Eure Adressen oder E-Mail-Adressen erst recherchieren müssen.

Vielen Dank für Euer Verständnis!

Eure Compensators*

Umwelt-Ausschuss stimmt für zügige Reform des ETS

Ist das kaputte ETS reparabel? Die gestrige Abstimmung des Umweltausschusses des EU-Parlaments macht Hoffnung auf eine vergleichsweise zügige Reform: Der Gesetzesentwurf mit der sogenannten Marktstabilitätsreserve, welche die Anzahl von CO2-Emissionszertifikaten auf dem Markt regeln soll, wurde von den Abgeordneten im Ausschuss angenommen. Zusätzlich schägt der Ausschuss vor, dass vorübergehend zurückgehaltene Zertifikate nicht automatisch wieder auf den Markt kommen (hier geht es um das sogenannte Backloading, das im vergangenen Jahr beschlossen wurde).

Verbesserung früher als gedacht?

Die Marktstabilitätsreserve hat die Aufgabe, den Emissionshandel über Mengenregulation zu reparieren. Der Mechanismus greift, wenn die Anzahl Zertifikate eine bestimmte Grenze über- oder unterschreitet. Je nachdem werden überschüssige Zertifikate zurückgehalten oder wieder ausgegeben. So soll sich das Preisniveau stabilisieren, das momentan viel zu gering ist.

Während sich die EU-Kommission eine Einführung der Marktstabilitätsreserve erst für 2021 gewünscht hatte, sprach sich der Ausschuss für einen früheren Start der Reform aus: zum 31. Dezember 2018.

“Backloading” integrieren

Das 2014 beschlossene “Backloading”, also das “Zurückstellen” von 900 Millionen CO2-Emissionszertifikaten in den Jahren 2014 bis 2016 wurde in einer separaten Abstimmung ebenfalls berücksichtigt: Der Ausschuss sprach sich dafür aus, die “Stand-by-Zertifikate” nicht wie geplant im Jahr 2019 wieder für den Handel zugänglich zu machen, sondern sie einfach in die Marktstabilitätsreserve zu integrieren.

Es bleibt abzuwarten, wie das EU-Parlament entscheidet. MdEP Ivo Belet von der Fraktion der Europäischen Volkspartei ist vom Ausschuss mit den Verhandlungen mit den EU-Mitgliedstaaten beauftragt worden. Deutschland wird einer frühen Reform zustimmen – sie ist essentiell für das Erreichen der strengen Klimaziele.

10 Jahre Kyoto-Protokoll

2015 ist für das Klima ein bedeutendes Jahr – nicht nur wegen der alles entscheidenden Klimakonferenz im November und Dezember in Paris. Es ist auch genau zehn Jahre her, dass das Kyoto-Protokoll in Kraft trat. Die ARD hat sich ein kleines Quiz überlegt – wie fit bist du in Sachen Verschmutzungsrechte?

Finde es heraus!

Vor zehn Jahren, also 2005, begann übrigens auch die erste Handelsperiode des ETS – CO2 bekam für Industrieunternehmen in der EU erstmals einen Preis. Ein Zertifikat kostete damals noch 22 € – ein Traum im Vergleich zu den viel zu niedrigen 6-8 € heutzutage. Viel zu spät bemerkte die EU-Kommission, dass die Anzahl der Zertifikate zu hoch war. Während der Finanz- und Wirtschaftskrise überschwemmten immer mehr Zertifikate den Markt und auch heute haben wir einen exorbitanten Überschuss.

Lies hier die komplette Chronik, erstellt vom Thinktank Agora Energiewende!

Nächste Woche berät der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments über die sogenannte Marktstabilitätsreserve. Gelingt mit diesem Mechanismus die Reform? Können Regulierungsmechanismen das gescheiterte Angebot-Nachfrage-System kitten?

TheCompensators* bieten Dir die Möglichkeit, jenseits des institutionellen Bereichs CO2 zu kompensieren. Besuche unseren Spendenseite! Denn wir handeln nicht mit CO2, wir löschen es für immer.

Finanzamt bescheinigt TheCompensators* erneut Gemeinnützigkeit

TheCompensators*TheCompensators*sind nach deutschem Recht ein gemeinnütziger eingetragener Verein (e.V.). Das Finanzamt Berlin prüft unsere Gemeinnützigkeit alle drei Jahre. Jetzt hat das Amt wieder bestätigt: TheCompensators* erfüllen alle entsprechenden Anforderungen. Und das hier ist unser aktueller Freistellungsbescheid.

Weitere 755 Verschmutzungsrechte vom Markt genommen

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 755 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

ETS-Reform schon in zwei Jahren?

Die Chancen auf eine etwas schnellere ETS-Reform sind gestiegen. Im normalerweise eher wirtschaftsfreundlichen Industrieausschuss des Europäischen Parlaments scheiterte am Dienstag knapp ein Antrag, einen Teil der Verschmutzungsrechte erst ab 2012 vom Markt zu nehmen.

Durch dieses Scheitern ist jetzt der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments am Zug. Dieser dürfte sich für eine Reform ab 2017 – also in zwei Jahren – aussprechen. Anschließend folgt eine Abstimmung im Plenum des Parlaments. Die Hoffnung ist, dass die Gesamtheit der Abgeordneten dem Umweltausschuss folgt und eine Reform schon früher als bisher geplant kommt.

Hauptelement der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Reform ist die sogenannte Marktstabilitätsreserve. Dieser Mechanismus soll den Überschuss an Zertifikaten regulieren: Bei einem Überangebot an Zertifikaten (also einem zu niedrigen Preis fürs Verschmutzen) werden neue Zertifikate zurückgehalten. Steigt der Preis anschließend deutlich, werden die Verschmutzungsrechte wieder freigegeben.

Detaillierte Informationen bietet die European Voice auf ihrer Internetseite.

Schönreden ist nicht mehr

“Streitet das mal ab”, schreibt die Bloomberg-Redaktion herausfordernd. Mit Daten des National Climatic Data Centers hat sie eine simple, aber eindrucksvolle Animation erstellt: Die globalen durchschnittlichen Temperaturwerte der letzten 135 Jahre für Wasser und Land bewegen sich ruckartig und zielstrebig nach oben und entlarven 2014 als das heißeste Jahr dieser Auswahl. Die Werte werden in Grad Fahrenheit unter bzw. über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhundert angegeben.
Wissenschaftsjournalist Tom Randall, einer der Bloomberg-Autoren, brachte es schon letzten Sommer auf den Punkt: “Wirklich erschreckend ist nicht, dass wir einen neuen Rekord erreicht haben, sondern dass wir in einer Zeit leben, in der sich die Rekorde häufen.” Man müsse nicht lange nach dem heißesten Mai in den Vorgängerjahren suchen, hingegen liege ein kühler Mai richtig lange zurück. Seit 2010 hätten wir vier der insgesamt fünf heißesten Maimonate gehabt. Der Maimonat, der als nächstes von heute aus unter dem durchschnittlichen Richtwert des 20. Jahrhunderts liegt, sei 39 Jahre her.
Schönreden ist keine Option mehr. Verzagen aber auch nicht. Wir müssen handeln! Wir kämpfen gegen den Klimawandel, indem wir direkt bei den Verschmutzern anfangen und ihnen ihre Emissionslizenzen wegkaufen. Helft TheCompensators* und tragt zum Abkühlen unseres Planeten bei!

Bilanzen 2011-2013 [Update]

TheCompensators* sind vom deutschen Staat (das heißt vom Finanzamt) als gemeinnützige Organisation – als eingetragener Verein (e.V.) anerkannt. Als Verein müssen wir unsere Bilanzen und Steuererklärung alle drei Jahre einreichen. Um so transparent wie möglich zu sein, veröffentlichen wir unsere Bilanzen, sobald wir sie zum Finanzamt geschickt haben. Hier sind sie, die Bilanzen für 2011, 2012 und 2013!

[Update: 18. Februar2015]

In der Zwischenzeit hat das Finanzamt unsere Gemeinnützigkeit bestätigt. Das heißt, wir sind weiterhin ein eingetragener Verein – und deutsche Steuerzahler können ihre Spenden und Mitgliedsbeiträge für TheCompensators* von der Steuer absetzen!

Klimaschutz statt Schnickschnack für die Kundschaft

Axel und Liudmila Schleicher

Axel and Liudmila Schleicher

Schon zum zweiten Mal beschert die Schleicher Blechbearbeitung GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Heinsberg ihren Kundinnen und Kunden besonders effiziente Geschenke: Zu Weihnachten gibt es gelöschte Emissionszertifikate! Geschäftsführer Axel Schleicher und seine Angestellten schnüren so auch dieses Jahr wieder waschechte Klimaschutzpakete.

Axel Schleicher findet, für den individuellen Beitrag gegen die Erderwärmung sei es am sinnvollsten, der Industrie ihre Verschmutzungsrechte “wegzukaufen”. In einem kurzen Schreiben an die Kunden erklärt er: “Wieviel CO2 wird eingespart, wenn Sie eine Stromsparlampe einschrauben oder eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach installieren? Leider überhaupt keines.”

Diese ernüchternde Tatsache resultiere daraus, dass die Menge der klimaschädlichen Gase, welche die europäische Industrie emittieren darf, höher angesetzt ist als die Menge der benötigten Zertifikate. “Von Ihnen ‘eingespartes’ CO2 führt dazu, dass das entsprechende Verschmutzungsrecht vom Kraftwerksbetreiber nicht mehr benötigt wird. Er verkauft es, was zwangsläufig bedeutet, dass es jemand kauft und nutzt. Der gemeinnützige Berliner Verein TheCompensators dagegen kauft und löscht das Zertifikat. Das CO2 wird de facto nicht mehr emittiert.”

TheCompensators* hätten es nicht besser ausdrücken können! Wir freuen uns über die großzügige Spende und ein neues Vereinsmitglied – die Schleicher Blechbearbeitung GmbH unterstützt uns ab jetzt nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr. Denn CO2-Kompensation hat immer Saison!

Schenke gelöschte Zertifikate zu Weihnachten!

Du bist noch auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk? Schenke etwas Sinnvolles: Klimaschutz!

In Lima, Peru beraten die Nationen darüber, wie die Erderwärmung begrenzt und das Klima geschützt werden kann. Bislang scheinen die Chancen aber erneut schlecht zu stehen, dass die notwendigen Entscheidungen auch tatsächlich getroffen werden.

Du aber hast die Chance, selbst aktiv zu werden und den Klimaschutz voranzubringen! Kompensiere Deine Emissionen, oder setze einfach ein Zeichen: Spende an TheCompensators*, damit wir dem Europäischen Emissionshandel Verschmutzungsrechte entziehen können. Dann sinkt die Menge an Emissionen, die die europäische Industrie in die Luft pusten darf.

Wenn Du Emissionszertifikate verschenken willst, schreibe uns nach Deiner Spende eine kurze E-Mail an info@thecompensators.org. Zusätzlich zur Spendenbescheinigung erhältst Du von uns dann ein Weihnachtszertifikat über die gelöschten Emissionen.

Bei Spenden bis zum 20.12. verschicken wir Zertifikate spätestens am 23.12. – einfach per Email und zum selber Ausdrucken!

Kompensiere jetzt!

Du kannst übrigens auch Deine Weihnachtsgeschenke einkaufen und dabei TheCompensators* unterstützen – ohne einen Pfennig mehr zu bezahlen. Das ist ganz einfach!

Effizienz, um Kohle zu schonen?

Vor zwei Wochen fragte die ZEIT, „Beerdigt Sigmar Gabriel gerade heimlich die Klimawende?“. Letzte Woche brachten Spiegel und Reuters dann jedoch die Neuigkeit, unser Wirtschaftsminister wolle Stromversorger zwingen, den CO2-Ausstoß ihrer fossilen Kohlekraftwerke zu drosseln. Umgehend traf sich Gabriel mit Deutschlands führenden Energieversorgern und am Mittwoch kündigten Gabriel und Umweltministerin Barbara Hendricks ein brandneues Klimapaket an, bestehend aus einem Aktionsprogramm und einem „Energieeffizienzplan“ – und tatsächlich sind nun für deutsche Kraftwerke deutliche Emissionsminderungen vorgesehen. So schnell kann’s gehen. Und das, nachdem Gabriel gerade erst ein paar Greenpeace-Aktivisten beim Anti-Kohleprotest während einer Presseveranstaltung mit dem altbekannten „Wenn wir Wohlstand wollen, können wir nicht auf Kohle verzichten“-Argument abgespeist hatte.

Was hat den Meinungsumschwung gebracht? Laut Spiegel bangt die Bundesregierung, dass sie ihr Ziel, die Schadstoffemissionen bis 2020 auf 40% des Niveaus von 1990 zu reduzieren, nicht einhalten kann.

Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) sieht daher Folgendes vor (entnommen der Zusammenfassung des Programms vom BMWi)1:

„1. die Einführung neuer wettbewerblicher Ausschreibungen für Energieeffizienz.

2. die Erhöhung des Fördervolumens für die Gebäudesanierung und die Einführung einer von Bund und Ländern getragenen steuerlichen Förderung von Effizienzmaßnahmen im Gebäudesektor. Zur Umsetzung der steuerlichen Förderung wird die Bundesregierung kurzfristig Gespräche mit den Ländern führen, mit dem Ziel, spätestens Ende Februar 2015 eine finale Entscheidung zu treffen.

3. die Schaffung von Energieeffizienznetzwerken gemeinsam mit Industrie und Gewerbe.“

Hendricks verspricht sich viel von dem neuen Paket, denn es könnte eine Einsparung von bis zu 78 Millionen Tonnen CO2 ermöglichen. Das ist mehr als Doppelte von dem, was mit aktuellen Maßnahmen erreicht werden könnte. Diese Zahl kommt durch Einsparungen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen zusammen. Die Einsparungen durch mehr Energieeffizienz sollen bis zu 30 Millionen Tonnen CO2 betragen. Im Verkehrssektor soll zum Beispiel durch mehr Schienengüterverkehr eine Einsparung von bis zu zehn Millionen Tonnen CO2 erreicht werden. Außerdem sind Einsparungen von 3,6 Millionen Tonnen CO2 in der Landwirtschaft und drei Millionen in der Abfallwirtschaft durch „Abfallvermeidung, Recycling und Ressourceneffizienz“ geplant. Durch die oben erwähnte „Deckelung“ der CO2-Emissionen von Kraftwerken sollen 22 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Allerdings dürfen die Betreiber selbst wählen, wie genau sie die Reduktion erreichen, also, ob Maßnahmen nur für eine einzige Anlage oder verteilt auf mehrere Anlagen vorgenommen werden. 

Greenpeace Deutschland hat sich jedoch positiv über die Zielsetzung des Umwelt-Wirtschaftsduos geäußert. Das konkrete Ziel wird in einer Meldung von der NGO gelobt. Allerdings bemängelt sie, dass nicht klar ist, wie es überhaupt erreicht werden soll. Bei allem Wohlwollen bleibt also wie immer abzuwarten, wie durchsetzbar diese Ansätze sind. Der Plan konzentriert sich momentan, wie der Name schon sagt, eher auf Energieeffizienz als auf echte Reduzierungsmaßnahmen.

TheCompensators* sparen schon jetzt kräftig CO2 und ermöglichen es jedem, seinen Schadstoffausstoß zu kompensieren. Wir helfen sogar beim Geschenke finden: Schau dir mal unsere hübschen Geschenkzertifikate an – vielleicht was für deine Lieben? Aber auch ohne weihnachtliche Gefühle lässt sich immer gut kompensieren! Hier geht’s zu unserem Rechner.

Weitere 1540 Tonnen CO2 gelöscht

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 1540 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

Ein gutes Zeichen, aber kein Grund zum Feiern

Kein Smog in Peking: Wegen des APEC-Gipfels verhängte die chinesische Regierung Fahrverbot und wies Kraftwerke an, auf Sparflamme zu laufen. Zur verhältnismäßig frischen Luft passt, dass US-Präsident Obama und der chinesische Staatschef Xi Jinping im Rahmen des Gipfels konkrete Klimaziele verkündeten. China wolle in 16 Jahren erstmals seine Treibhausgasemissionen drosseln, hieß es nach dem Treffen, und bis dahin außerdem den Anteil an Erneuerbaren Energien verdoppeln, der momentan noch bei 10 Prozent liegt. Die USA nehmen sich vor, ihren Schadstoffausstoß bis 2025 um 26 bis 28 Prozent zu reduzieren. Bisher lautete das Ziel, bis 2020 nur 17 Prozent weniger auszustoßen.

Nun könnte man natürlich die Tatsache feiern, dass sich China und die USA als die größten Verschmutzernationen dieses Planeten endlich am Klimaschutz beteiligen wollen. Aber ihre Pläne weisen Lücken auf:

– Wenn China erst 2030 damit beginnen will, seinen Schadstoffausstoß zu zügeln, müssen die restlichen Länder der Erde das kompensieren, um ein Zwei Grad Ziel noch zu erreichen.

– Zu „sauberer Energie“ zählt für China auch Atomkraft, schließlich verpestet die während des Prozesses der Energiegewinnung nicht die Luft. Was langfristig mit dem Atommüll passiert, ist das Problem künftiger Generationen.

– Die USA haben sich zwar ein strengeres Ziel gesetzt, sich aber auch fünf Jahre mehr Zeit gegeben. Außerdem ist das Jahr, auf das sich die Prozentsätze beziehen, nicht wie bei der EU 1990, sondern 2005, als die CO2-Konzentration in der Atmosphäre schon wesentlich höher war. Damit ist es relativ gesehen einfacher, das Ziel zu erreichen.

– Obama mag das Klima schützen wollen, für seine Konkurrenten zu Hause hat das aber keine Priorität. Die Republikaner dominieren den Senat und seit den Wahlen letzte Woche auch wieder den Kongress. Sie werden wohl kaum einer Maßnahme zustimmen, die das Wirtschaftswachstum hemmen und Arbeitsplätze kosten könnte.

Bis dahin ist es freilich trotzdem ein gutes Zeichen, dass sich die Sturheit der großen Nationen etwas aufgeweicht hat, vor allem im Vorfeld des UN-Klimagipfels in Paris nächstes Jahr, bei dem ein für alle mal verbindliche Klimaziele gesetzt werden müssen.

EU-Länder einigen sich auf Klimaziele für 2030

Eine CO2-Reduktion auf 35% des Niveaus von 1990 ist bis 2020 locker erreicht. Auch deshalb haben sich die EU-Klimaminister am Donnerstag in Brüssel getroffen und über neue Ziele beraten. Auf drei Ziele haben sich die Regierungschefs nun geeinigt, was angesichts der unterschiedlichen Prioritäten im Umweltschutz ein schwieriges Unterfangen war. Beim UN Klima-Gipfel in Paris 2015 können die Ziele zwar noch überarbeitet, aber nicht gelockert werden. Im Einzelnen soll bis 2030 Folgendes passieren:

1. Die EU soll im Vergleich zum Niveau von 1990 40% weniger Treibhausgase ausstoßen. Bei den privaten Haushalten, Verkehr und Landwirtschaft sollen es 30% sein.

2. Durch effizienteren Energieverbrauch sollen Einsparungen von 27% erreicht werden – unverbindlich.

3. Der Anteil von Erneuerbaren Energien soll um 27% steigen. Für Deutschland bedeute das ein „mindestens“, sagte Angela Merkel in Brüssel. Man habe mehr erreichen wollen, sich aber eben auf einen Kompromiss einigen müssen.

Die übrigen Ziele finde sie auch nicht schwer einzuhalten, da die Auflagen innerhalb des Bundes ja viel strenger seien. Claude Turmes von der Grünen Fraktion im europäischen Parlament war mit dem Ergebnis weniger zufrieden. Er beschrieb den Kompromiss als „faul“ und bezeichnete Merkel als eine „Klimakanzlerin a.D.“1.

Auch Umweltverbände kritisieren die Zielsetzung als zu lasch. Und eine wahrhaftige Reform des Emissionshandels bleibt die EU dem Klima ebenfalls schuldig, obwohl die Möglichkeiten für Verbesserungen bekannt sind. TheCompensators* fordern, dass die Verbesserung des Emissionshandels auf die Agenda gesetzt wird. Wir setzen uns dafür ein, dass das Emissionshandelssystem effektiver gestaltet wird und ermöglichen bis dahin jedem und jeder Einzelnen, Emissionsrechte zu löschen. Unterstütze uns und spende hier!

1Tagesschau-Beitrag vom 24.10.2014, http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-34811.html.

Verbessern oder abschaffen! Bericht zu überschüssigen Verschmutzungsrechten im Emissionshandel

Es ist kein Geheimnis, dass es im EU Emissionshandel zu viele Emissionsrechte gibt. Wie viele es sind, zeigt ein gerade veröffentlichter Bericht von Sandbag. Im Bericht wird der Überschuss an Emissionsrechten analysiert, der sich im EU Emissionshandel gebildet hat. Die Autoren schätzen, dass es bis zum Jahr 2020 bis zu 4,5 Milliarden überschüssige Emissionsrechte geben könnte, und dass das geplante “Backloading”, also die Verschiebung der CO2-Zertifikate in die Jahre 2019 und 2020, nicht ausreicht, um diesen Überschuss zu verringern.

Wir sagen seit Jahren: ‘Verbessert den Emissionshandel'”, erklärte Sandbag-Direktorin Byrony Worthington der Nachrichtenseite Responding to Climate Change. “Aber leider gibt es noch immer keine Anreize für Investments in grünes Wachstum. Es ist jetzt die Zeit gekommen, da das ETS so kaputt ist, dass wir empfehlen, es abzuschaffen, wenn die Probleme nicht innerhalb der nächsten 12 Monate mit neuen Gesetzen behoben werden.”

Der Bericht gibt drei Empfehlungen, wie das Emissionshandelssystem repariert werden kann:

  1. Verbessern der Funktionsweise durch eine Marktstabilitätsreserve (Regulierungsmechanismus für Überschüsse und Defizite) so bald wie möglich,
  2. Schützen der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie durch Verbesserung der kostenlosen Verteilungsregeln,
  3. Erhöhen der EU Klimaziele durch Löschen von Emissionsrechten und Neuberechnung der post-2020 Entwicklung.

Der ganze Bericht steht hier zur Verfügung (Englisch).

Verglichen mit den Überschüssen mag die Arbeit von TheCompensators* wie ein Tropfen auf den heißen Stein erscheinen. Dennoch setzen wir uns weiter dafür ein, den Emissionshandel zu verbessern! Du kannst uns dabei helfen, indem du hier spendest.

Deal dank billiger Zertifikate?

Am 9. Oktober haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die neue polnische Ministerpräsidentin Ewa Kopacz in Berlin zum ersten Mal getroffen, um deutsch-polnische und EU-relevante Themen zu besprechen. Es bestätigte sich dabei, dass ein Übereinkommen bezüglich klimapolitischer Ziele schwierig zu erreichen sein dürfte. Mit Blick auf die Sitzung des Europarats Ende Oktober, bei dem Klimaschutzziele bis 2030 gesetzt werden sollen, hatte Frau Kopacz bereits vor dem Treffen mit der Kanzlerin angekündigt, von ihrem Vetorecht Gebrauch zu machen, sollten die polnischen Strompreise im Zuge dieser Zielsetzungen steigen. Während der Pressekonferenz in Berlin erklärte sie dann, für Polen gestalte sich die Reduktion von Treibhausgasen auf ein Level von 2008 (was 1,74 % weniger pro Jahr entspreche) schwierig. Angela Merkel fand, das sei „eine wichtige Aussage im Hinblick auf die Bevölkerung“1. Sie betonte, „dass die Zertifikatepreise im Augenblick so viel niedriger sind, als wir es uns 2008 vorgestellt haben. Damals haben wir von 20 Euro pro Tonne gesprochen, und heute liegen sie irgendwo zwischen 5 Euro und 3 Euro pro Tonne.“ Wenn Frau Merkel damit meint, dass billige Emissionszertifikate als Ausgleich für höhere Strompreise akzeptabel sind, verkennt sie den Zweck des Konzepts vom Emissionshandel. Zertifikate, die Grenzwert überschreitende Luftverschmutzung erlauben, müssen teuer sein und die Duldung des niedrigen Preises signalisiert eine Duldung dieser Schwachstelle des Emissionshandels. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Argument auch beim Gipfel in Brüssel zum Einsatz kommen oder welche Lösung für die Probleme des ETS gefunden wird.

TheCompensators* engagieren sich für die Beseitigung dieser Schwachstelle. Wie kaufen den Unternehmen die Zertifikate vom Markt weg und treiben so den Zertifikat-Preis in die Höhe. Dafür brauchen wir Deine Unterstützung.

Fußnoten

Mehrere hunderttausend Menschen demonstrieren für den Klimaschutz

TheCompensators* freuen sich über diese Bilanz: Vor einer Woche demonstrierten mehrere hunderttausend Menschen in den Großstädten der Welt gegen den Klimawandel, im Vorfeld des UN-Klimagipfels in New York. Berlin war voll von tanzenden Umweltschützern, New York sang gegen die Kapitalisten der Wall Street, Melbournes Straßen wurden von 30.000 Protestierenden bevölkert. Zu den Märschen hatte die Organisation Avaaz aufgerufen, die derzeit Unterschriften für eine beständige Reduktion der CO2-Emissionen sammelt. Bisher haben schon 1,7 Millionen Menschen unterschrieben.

Silent Climate Parade“ in Berlin”

In Berlin bot sich außenstehenden Beobachtenden ein verrücktes Bild: Zehntausend Demonstrierende fuhren in einem Protestzug mit dem Rad oder tanzten zu wilder Elektromusik durch die Innenstadt Richtung Brandenburger Tor – unhörbar für jeden, der nicht mit Wifi-Headset ausgestattet war. “Wir haben per Kopfhörer Anweisungen erhalten”, erklärt eine Demo-Teilnehmerin, “plötzlich hieß es `Freeze!´ und alle standen still. Wer da nicht wusste, was abgeht, muss an seinem Verstand gezweifelt haben.”

Trotz ihres gemeinsamen Themas griffen die einzelnen Aktionen unterschiedliche Aspekte des Klimawandels auf. So sprach die “Silent Climate Parade” in Berlin die ignorante Taubheit derer an, die noch am Klimawandel zweifeln. In Melbourne ging es vor allem um Kritik an der Umweltpolitik des australischen Premier Tony Abbott, der für die Abschaffung der Kohlendioxidsteuer verantwortlich ist.

In New York lieferten 300.000 Demonstranten und Demonstrantinnen eine wahre Parade. Mit Kostümen, Pauken und Trompeten blockierten sie die Straßen und sangen, “we’re not gonna take it anymore” und, “shut down Wall Street now”. Acronym TV hat in einer kurzen Doku beeindruckende Bilder gesammelt.

Al Gore: “Politischer Wille ist eine erneuerbare Energie.”

Auch Prominente, wie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, Schauspieler und UN-Friedensbotschafter Leonardo DiCaprio und der ehemalige Vize-US-Präsident Al Gore gesellten sich zu den Demonstrierenden. Diese drei referierten dann auch später vor den Staatsvertretern, die zum Klima-Gipfel gekommen waren.

Das waren bei weitem nicht alle, die man sich gewünscht hätte. Bundeskanzlerin Merkel zum Beispiel tauchte nicht auf. Laut Oxfam blieb sie lieber in Deutschland und mischte sich unters Volk der deutschen Industrie-Lobby.

Der Klima-Gipfel war von Ban Ki-moon einberufen worden und hatte nicht den Anspruch, eine Entscheidung über das weitere Verfahren mit dem Kyoto-Protokoll zu finden. Das ist für die UN-Klima-Konferenz Ende 2015 in Paris vorgesehen. Jene Staatschefs, die seiner Einladung gefolgt waren, wetterten, mahnten und prophezeiten trotzdem lautstark. Obama fand, man müsse sofort handeln, vor allem die USA und China als größte Verschmutzer. Deutschlands Umweltministerin Barbara Hendricks kündigte an, Deutschland wolle seine Emissionen um 40% gegenüber dem Niveau von 1990 senken und außerdem Entwicklungshilfe an den Stellen zügeln, wo sie Kohlekraftwerke fördert. Die EU wolle die Entwicklung nachhaltiger Energiegewinnung in Entwicklungsländern während der nächsten sieben Jahre mit drei Milliarden Euro subventionieren, sagte EU-Kommissionspräsident Barroso zu. Auch Frankreichs Präsident Hollande will Geld locker machen und pochte in seiner Rede auf die Tatsache, dass uns die Zeit davon rennt.

Was die großen Worte in der Praxis bedeuten, werden wir 2015 in Paris sehen. Die breite Mobilisation sollte den Staatschefs aber klar gemacht haben, dass sie das Thema Klimaschutz nicht weiter unter den Teppich kehren können.

TheCompensators* zeigen schon, wie Engagement für den Klimawandel aussehen kann. Lies hier nach, wie genau du deine CO2-Emissionen kompensieren kannst.

TheCompensator* bieten einen (kleinen) Job

Wir von TheCompensators* suchen Verstärkung für die Überarbeitung unserer Website und weitere Recherchetätigkeiten. Dafür haben wir einen Werkvertrag ausgeschrieben.

Der Werkvertrag wird uns durch eine Großspende eines unserer Mitglieder ermöglicht, über die wir uns sehr freuen.

Du kennst dich mit dem Emissionshandel aus und bist interessiert an Themen rund um Klimaschutz? Du kannst komplizierte Dinge einfach und verständlich erklären?

Dann melde dich bis zum 20. August unter info_at_thecompensators.org.

Weitere Infos findest du in der Ausschreibung des Werkvertrags.

Weitere 1380 Tonnen CO2 gelöscht

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 1380 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

Tätigkeitsbericht 2013

Hier können Sie unseren offiziellen Tätigkeitsbericht 2013 lesen.

Berliner Appell: Klimaneutral handeln!

Berliner AppellDamit Klimaschutzziele umgesetzt werden können, braucht es schnelle und entschlossene Taten. Da sie diese Entschlossenheit in der Politik vermissten, unterschrieben 16 renommierte Persönlichkeiten aus der Wissenschaft und dem öffentlichen Leben im März 2012 eine gemeinsame Erklärung – den Berliner Appell.

Sie verpflichteten sich, CO2-Emissionen soweit wie möglich zu reduzieren und die übrigen Emissionen zu kompensieren.

Wir von TheCompensators* unterstützen den Berliner Appell. Wir glauben, dass Emissionsvermeidung an erster Stelle stehen sollte. Zusätzlich bieten wir die Möglichkeit, unvermeidbare Emissionen zu kompensieren.

Unterstützt auch ihr den Appell! Den vollständigen Text und weitere Infos findet ihr hier.

Und kompensiert Eure Emissionen. Das geht ganz einfach!

Ambitionierte Reformpläne für das ETS

Diesen Artikel gibt es leider nur auf Englisch. Um ihn zu lesen, klicke bitte hier.

Möchtest Du uns unterstützen und diesen Artikel auf Deutsch übersetzen?

Dann schreib uns an info_at_thecompensators.org!

Vortrag beim Ökozentrum Bonn

Am 6. Mai 2014 hat unsere neue Mitstreiterin Tina TheCompensators* am Ökozentrum Bonn vorgestellt. Es war die erste Veranstaltung im Rahmen der neuen Vortragsreihe “Energiewende – wohin?”.

Das 1982 gegründete Ökozentrum Bonn e.V. ist eine Anlauf- und Informationsstelle für alle ökologisch Interessierten und Engagierten der Region Bonn und vereint Akteure aus verschiedenen lokalen NGOs wie beispielsweise AntiAtom Bonn oder die Kreisgruppe des BUND. Die Vortragsreihe, welche in Kooperation mit dem BUND und dem Asta der Universität Bonn organisiert wird, wurde an besagtem Tag eröffnet und findet nun bis Anfang Juli alle 2 Wochen statt.

Tina erhielt positives Feedback: Viele Teilnehmer/Zuhörer fanden das Konzept von TheCompensators* sehr gut und waren erstaunt, dass schon eine kleine Spende von rund fünf Euro dazu beiträgt, die Gesamtobergrenze für Emissionen der EU zu senken.

Wenn auch Du Dich für einen wirksamen Kampf gegen den Klimawandel einsetzen willst, kompensiere jetzt Deine Emissionen! Übrigens: Klimaschutz kannst Du auch verschenken – mit einem unserer Geschenkzertifikate.

Neuer Emissionsrechner für kleine und mittlere Unternehmen

Kleine und mittlere Unternehmen haben es ab sofort leichter, ihre Emissionen zu berechnen: Sie können den CO2-Rechner PRO 2.0 nutzen, den das gemeinnützige Unternehmen klimAktiv am 2. April in Berlin vorgestellt hat.

Marit und Tina von TheCompensators* waren bei der Kick-off-Veranstaltung in den Räumen der Hessischen Landesvertretung dabei. Der Rechner ist ein Instrument zur Berechnung des sogenannten Corporate Carbon Footprints – also der CO2-Bilanz – von kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Als Beispiel diente die Bilanz des Unternehmens Elobau aus dem Allgäu. Roland Karrow, Umwelt-, Qualitäts- und Energiemanager des Unternehmens, erzählte eindrücklich von den Schwierigkeiten, eine solche Bilanz ohne ein entsprechendes Tool zu erstellen und lobte die einfache Funktionsweise des Rechners. Auch Kommunen sollen den Rechner künftig anwenden können, wobei sich dieser Teil noch im Aufbau befindet – denn die Ermittlung einer CO2-Bilanz für Gemeinden ist deutlich komplexer als bei Unternehmen.

Auch die Vertreter von TheCompensators* haben einen guten ersten Eindruck von dem neuen Tool: Ein solcher Rechner macht es Unternehmen leichter, ihre eigenen Carbon Footprint zu berechnen, sich dadurch ihrer klimaschädlichen Emissionen bewusst zu werden und die richtigen Ansätze zu finden, um Emissionen zu reduzieren.

Außerdem kann eine CO2-Bilanz auch Grundlage für die Kompensation der Emissionen sein – zum Beispiel durch TheCompensators*.

Spenden einfacher von der Steuer absetzen

TheCompensators*Spender und Mitglieder konnten seit der Gründung von TheCompensators* ihre Spenden und Mitgliedsbeiträge von der Steuer absetzen – denn wir sind als gemeinnütziger eingetragener Verein (e.V.) registriert. Damit übernimmt der Staat teils knapp bis zur Hälfte die Spende!

Bislang haben wir dafür zu Beginn jedes Jahres personalisierte Spendenbescheinigungen versandt – seitdem wir immer mehr Spender haben, wird das immer mehr Aufwand. Deshalb führen wir ab jetzt eine einfachere Form ein.

Das deutsche Steuerrecht erlaubt für kleinere Spenden den sogenannten vereinfachten Zuwendungsnachweis: Beträgt die Spende weniger als 200 Euro, muss der Spender beim Finanzamt nur seinen Kontoauszug einreichen – zusammen mit diesem Dokument, Du hier herunterladen kannst.

Also los: Hier kannst Du kompensieren!

Europäische Kommission legt Reformvorschläge für ETS vor

Am 22. Januar 2014 hat die Europäische Kommission ihre Vorschläge für Ziele der Treibhausgasreduktion und auch für den Zielanteil  Erneuerbarer Energien bis 2030 vorgestellt. Dies stellt einen großen Schritt in der Europäischen Klima- und Energiepolitik dar. Allerdings werden die Vorschläge der Kommission auch sehr kontrovers diskutiert.

Vor allem NGOs und Interessenvereinigungen für Erneuerbare Energien sind gegen die Vorschläge, wohingegen Vertreter der Industrie sehr zufrieden sind. Zwar scheint das Reduktionsziel für Treibhausgase akzeptabel, auch wenn es noch ambitionierter sein könnte, jedoch ist das Ziel für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sehr schwach im Vergleich zu den jetzigen Rechtsvorschriften für die Periode bis 2020.

Hier die Kernpunkte aus den Vorschlägen der Kommission:

Der Vorschlag der Kommission sieht eine Treibhausgas-Reduktion bis 2030 um 40% im Vergleich mit den Emissionen von 1990 vor. Der Beitrag der nicht vom ETS eingeschlossenen Sektoren soll sich aus ihrem Anteil am BIP ergeben. Ziel ist es, diese Emissionen um 30% verglichen mit 2005 zu reduzieren.

Die vom ETS eingeschlossenen Sektoren sollen die Emissionen um 43% im Vergleich zu 2005 reduzieren. Daraus ergibt sich eine jährliche Reduktion der ETS-Obergrenzen (genannt Cap) von 2,2% (zwischen 2013 und 2020 sind je nur 1,74% pro Jahr vorgesehen). Darüber hinaus soll eine Marktreserve nach folgenden Regeln eingeführt werden:

  • Die Reserve wird um 12% der im Umlauf befindlichen Zertifikate vergrößert, wenn diese Menge mindestens 100 Millionen Zertifikate ausmacht. Das ist zum Beispiel der Fall sobald mehr als 833 Millionen Zertifikate im Umlauf sind.
  • Aus der Reserve werden 100 Millionen Zertifikate in den Markt gebracht, wenn weniger als 400 Millionen Zertifikate im Umlauf sind.

Außerdem sollen Vorkehrungen geschaffen werden, um extreme Marktreaktionen am Ende der Periode zu verhindern. Dazu gab es bisher aber noch keine Details. Nachdem also das Backloading von 900 Millionen Zertifikaten im Dezember 2013 entschieden worden war, scheint die Kommission nun endliche eine strukturelle Reform des ETS in Angriff zu nehmen.

Transparent löschen: Das neue TC-Nummerierungssystem

Das Europäische Emissionshandelssystem hat sich verändert und TheCompensators* mussten umdenken. Seit An- und Verkäufe von Zertifikaten nicht mehr auf nationaler Ebene sondern gesamteuropäisch abgewickelt werden, sind die eindeutigen Identifikationsnummern der gekauften und gelöschten Zertifikate für die Käufer nicht mehr sichtbar. Stattdessen werden vom System sogenannte Transaktions-Identifikationsnummern pro Kauf- und pro Löschungsauftrag im Paket generiert und vergeben, also jeweils für eine Gesamtmenge an Zertifikaten.

Aus unserer Sicht ist das ETS dadurch intransparenter geworden – denn die Zertifikate existieren nur durch ihre eindeutigen ID-Nummern!

TheCompensators* setzen weiterhin auf Transparenz. Wir haben ein neues System entwickelt, mit dem wir unseren Verschmutzungsrechten eindeutige Nummern zuweisen. Und so sieht das erste gelöschte Zertifikat nach der neuen Nummerierung aus:

TC-EU138288-0001

Die Buchstaben „TC“ zeigen an, das es sich hier um eine von TheCompensators* vergebene ID handelt. Der folgende Code EU138288 ist die Transaktions-ID, die das EU-Emissionshandelssystem der Löschaktion vom 27.11.2013 zugeordnet hat. Die -0001 zeigt also an, dass es sich um das erste Zertifikat aus der Löschung handelt.

Unser Nummerierungssystem basiert auf der Identifikationsnummer der Zertifikatevernichtung – denn darauf kommt es schließlich an. Im Rahmen des Löschvorgangs am 27.11.2013 haben wir 1300 Zertifikate vernichtet. Erworben wurden die Emissionsberechtigungen schon am 21.11.2013 unter der ID-Nummer EU138065.

Jede unserer Löschaktionen unterliegt übrigens dem „Vier-Augen-Prinzip“: Um die Transaktion „Zerstörung der Einheiten“ („destruction of units“) auf unserem ETS-Konto durchzuführen, muss ein bevollmächtigtes Mitglied von TheCompensators* die Aktion einleiten und eine zweite Person aus dem Team den Vorgang bestätigen.

taz: “EU-Parlament flickt Klimaschutz”

Die taz berichtet über die endgültige Zustimmung den Europäischen Parlaments zur Verknappung von Verschmutzungsrechten.

Der Rat des Autoren: Warte nicht darauf, dass Politik und Wirtschaft für echten Klimaschutz sorgen, handele selber – mit TheCompensators*!

Hier gibt es den kompletten Artikel.

Backloading: Verknappung von Emissions-Zertifikaten endgültig beschlossen

In dieser Woche hat das Europäische Parlament in Straßburg endgültig beschlossen, überflüssige Zertifikate vom Markt zu nehmen. Es hat damit eine langwierige Diskussion über diesen möglichen Schritt beendet. Der Europäische Rat muss die Vorlage nun noch am 16. Dezember absegnen. Danach bedarf es keiner weiteren Zustimmung – und die längst überfällige Regelung tritt in Kraft.

Das so genannte Backloading von CO2-Emmissionszertifikaten sieht vor, dass 900 Millionen Verschmutzungsrechte vorerst nicht auf den Markt gelangen. Ziel ist, dass der derzeitige Preis für den Ausstoß einer Tonne CO2 von gerade einmal rund 4,90 wieder steigt und Unternehmen einen größeren Anreiz erhalten, in klimafreundliche Technologien zu investieren.

Der erste Anlauf für eine solche Maßnahme war im April 2013 knapp gescheitert. Im Juni und Juli nahm das Parlament einen zweiten Anlauf – dem die Europaabgeordneten jetzt endgültig zugestimmt haben. Leider ist die nun beschlossene Regelung deutlich abgeschwächt: Die Herausnehmen der Zertifikate aus dem Emissionshandel darf nur einmalig geschehen – und auch nur vorübergehend.

TheCompensators* begrüßen den Entschluss und freuen sich über die positive Entwicklung. Die EU rückt damit ihrem Ziel näher, CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20% und bis 2050 um 80-95% zu senken. Die Reform ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn sie sendet ein starkes Signal für ein stabiles Preisniveau der Zertifikate.

Deutlich effektiver wäre nach Ansicht von TheCompensators* allerdings das endgültige Löschen der Zertifikate aus dem Handelssystem. Soll der Emissionshandel wirklich effektiv zum Klimaschutz beitragen, müsste der Ausstoß von einer Tonne CO2 rund 30 Euro kosten. Dieser Preis wird im Zuge der Maßnahme voraussichtlich jedoch nicht erreicht.

TheCompensators* fordern daher weiterhin eine umfassende Reform des Europäischen Emissionshandels – damit er zu einem schlagkräftigen Instrument gegen den Klimawandel werden kann!

Wer schon jetzt mithelfen möchte, kann seine Emissionen über eine Spende an TheCompensators* kompensieren.

China führt zwei weitere Pilot-Emissionshandelssysteme ein

Diesen Artikel gibt es leider nur auf Englisch. Um ihn zu lesen, klicke bitte hier.

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TheCompensators*-Adventskalender: Wir zeigen, worum es geht

adventskalender2013_thumbKlimawissenschaftler haben in den vergangenen Wochen immer wieder gewarnt: Wenn die Weltgemeinschaft nicht schnell und konsequent handelt, ist das sogenannte Zwei-Grad-Ziel nicht mehr einzuhalten. Wenn sich die durchschnittliche globale Temperatur aber um mehr als zwei Grad erhöht, drohen unkontrollierbare Folgen.

Gefordert sind allerdings nicht nur die Regierungen, denn diese werden noch lange brauchen, bis sie sich auf sinnvolle Maßnahmen verständigen. Das hat die vergangene UN-Klimakonferenz in Warschau einmal mehr bewiesen.

Wir können schon heute in Aktion treten und zum Klimaschutz beitragen. Wir können Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, unsere eigenen klimaschädlichen Emissionen so gering wie möglich zu halten. Wir können zusätzlich so viele Verschmutzungsrechte wie möglich löschen, so dass sie niemand anders mehr nutzen kann.

Mit dem diesjährigen Adventskalender zeigen TheCompensators*, worum es bei der ganzen Sache geht – und welch’ wunderbare Schönheit es zu bewahren gilt. Um das zu unterstreichen, löschen wir für jeden Tag Verschmutzungsrechte – am 1. Dezember eine Tonne, am 2. Dezember zwei Tonnen und so weiter… Damit löschen wir bis Weihnachten 300 Emissionszertifikate!

Wir danken Jens Wieting für die fantastischen Bilder – und laden euch ein, mit uns zu kompensieren!

Weitere 1300 Tonnen CO2 gelöscht

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 1300 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

Emissionshandel 2030

Diese Woche haben TheCompensators* am Florence School of Regulation Forum 2013 in Brüssel teilgenommen. Hier unsere Neuigkeiten aus der EU Hauptstadt:

Das FSR Forum 2013 bot zukunftsweisende Einblicke in die klimapolitischen Ziele der Europäischen Kommission und in die geplante ETS-Reform. Connie Hedegaard, Kommissarin für Klimapolitik, kündigte an, die Kommission werde ihren Entwurf der klimapolitischen Ziele für 2030 am 21. Januar 2014 veröffentlichen. Die EU Staats- und Regierungschefs werden sich im März mit dem Papier befassen. Die 2030-Ziele sollen dann die Grundlage für eine gemeinsame klimapolitische Position der EU bilden, sowohl beim UN Klimagipfel im September 2014, als auch bei der COP 2015 in Paris.

ETS-Reform für eine bessere Zukunft

Hedegaard hält am ETS als klimapolitisches Instrument fest. Die niedrigen Preise seien auf die Wirtschaftskrise zurückzuführen und somit ein natürlicher Effekt. Dies sei kein Grund, das ETS prinzipiell in Frage zu stellen.

Auch Jon Delbeke, Generaldirektor des DG Klimapolitik, betrachtet das ETS als zentrale Säule der künftigen EU-Klimapolitik. Der Entwurf der Ziele für 2030 werde sehr wahrscheinlich auch Vorschläge zu einer Strukturreform des ETS’ enthalten. Dabei zeichnen sich unterschiedliche Pfade ab: ein linearer Reduktionsfaktor, eine permanente Rücknahme überschüssiger Zertifikate oder ein Mechanismus, der das Zertifikate-Angebot automatisch an die Nachfrage koppelt.

Entgegen kritischer Stimmen seitens der Industrie betonte Hedegaard, dass bisher kein Zusammenhang zwischen dem ETS und Arbeitsplatzverlusten nachgewiesen werden konnte. Im Gegenteil erweisen sich die Sektoren um CO2-arme und Umwelttechnologien – neben den Sektoren Gesundheit, Informations- und Kommunikationstechnologien – als besonders vielversprechend, wenn es um die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Europa geht. Die EU muss sich aber anstrengen, ihre Vorreiterposition in diesem Feld nicht zu verlieren, da auch andere Staaten ihre Anstrengungen in diesen Industriefeldern intensivieren.

TheCompensators* begrüßen die Initiative der Europäischen Kommission, das ETS im Rahmen der klimapolitischen Ziele für 2030 zu reformieren. Wir rufen die Kommission auf, die strukturellen Probleme des aktuellen ETS konsequent zu lösen und das ETS darüber hinaus auf weitere Industriesektoren auszuweiten.

Das letzte Wort in Sachen ETS ist noch nicht gesprochen. Doch wir alle können schon heute handeln, indem wir nämlich CO2 Zertifikate kaufen und löschen.

Neuer Preis für Verschmutzungsrechte – mehr löschen für das selbe Geld

Compensate!Der Europäische Emissionshandel liegt weiter (fast) am Boden: Verschmutzungsrechte sind viel zu billig. Soll der Emissionshandel wirklich effektiv zum Klimaschutz beitragen, müsste der Ausstoß von einer Tonne Kohlenstoffdioxid (CO2) rund 30 Euro kosten. Tatsächlich pendelt der Preis aber um die 4,50 Euro.

Das hat nur einen einzigen Vorteil: Emissionsrechte löschen ist so billig wie nie! TheCompensators* haben mit den Spenden ihrer Unterstützer und den Beiträgen ihrer Mitglieder wieder Verschmutzungsrechte gekauft: 1300 Emissionsberechtigungen à 4,58 je Tonne CO2.

Wie immer ergibt sich daraus auch der neue Preis zum Löschen von Verschmutzungsrechten über TheCompensators*. Auf den von uns gezahlten Preis schlagen wir zehn Prozent auf – für unsere laufenden Kosten Bis zum nächsten Kauf von Emissionsrechten kostet das Löschen einer Tonne CO2 per Spende somit 5,04 Euro.

Und jetzt schnell Emissionen kompensieren!

TheCompensators* löschen weitere 1196 Tonnen CO2

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 1196 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

602 Tonnen CO2 gelöscht

TheCompensators* haben Verschmutzungsrechte für 602 Tonnen CO2 gelöscht. Hier findest Du unseren neuesten Kontoauszug.

Verdammt viel los…

TheCompensators*TheCompensators* sind ein gemeinnütziger Verein – und wir Aktiven arbeiten alle komplett ehrenamtlich. Deshalb könnt Ihr sicher sein, dass wir mit Herzblut bei der Sache sind und uns nicht nur engagieren, um damit Geld zu verdienen.

Der Nachteil: Wir können uns nur in unserer Freizeit für TheCompensators* engagieren. Und davon haben wir manchmal einfach zu wenig. Jetzt ist auch gerade wieder so eine Phase – und deshalb ist es gerade verdammt ruhig auf unserer Internetseite.

Trotzdem: Wir machen weiter! Alle Spenden an TheCompensators* setzen wir dafür ein, Emissionsrechte zu löschen. Und bald werden wir uns auch wieder um anderen Aktionen kümmern.

Wenn Ihr uns in der unterstützen wollt: Wir suchen immer neue Freiwillige!

105 Verschmutzungsrechte von Silent Climate Parade gelöscht

Compensate!Wir wir Euch schon berichtet haben, konnten wir auf der Silent Climate Parade – dank Eurer Hilfe – ausreichend Spenden sammeln, um Verschmutzungsrechte für 105 Tonnen CO2 zu löschen.

Das haben wir nun auch getan: Wir haben Emissionszertifikate für 105 Tonnen klimaschädliches CO2 von unserem Emissionshandelskonto gelöscht.

Für weitere Details werft doch einen Blick auf unseren ETS-Kontoauszug.

105 CO2-Zertifikate weniger!

partymobil

Soundsystem in Bewegung mit TheCompensators* Ballon

Wer am 24. August in Berlin bei der Silent Climate Parade mit uns tanzte, konnte es live miterleben: TheCompensators* haben das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) erklärt und kritisiert und dabei hellblaue, weiß bedruckte Luftballons an alle verteilt, die TheCompensators* unterstützen wollten. Dabei stieß unsere Aktion auf so viel Zuspruch, dass wir mit den im Vorfeld und am Tag der Demonstration gesammelten Spenden 105 Emissionsrechte löschen konnten. Das entspricht 105 Tonnen CO2-Ausstoß.

Die Silent Climate Parade fand in diesem Jahr zum fünften Mal statt und lockte neben zahlreichen Kilmaschutz-Gruppen und Aktivisten auch Menschen an, die einfach gerne zu elektronischer Musik tanzen. Fast vier Stunden sorgten die Beats wechselnder DJs für beste Stimmung zum sonnigen Wetter. Allerdings waren die tanzbaren Klänge nur über Kopfhörer zu hören, gesendet von einem mitrollenden Sound System.

TheCompensators* setzten während der Parade auf dem Berliner Kurfürstendamm sichtbare und hörbare Akzente: An den Armen der Tanzenden flatterten unsere hellblauen Luftballons mit der Aufschrift “1 Tonne CO2 weniger!”. Als wir schließlich über Kopfhörer bekannt geben konnten, dass die gesammelten Spenden zur Löschung von 105 CO2-Emissionsrechten ausreichten, platzten in der klimafreundlichen Menge mindestens ebenso viele Ballons mit einem kollektiven Knall.

dancing

Herzlichen Dank an Abraham!

Abraham MenaldoIm Herbst 2012 haben wir Abraham Menaldo, den ersten Praktikanten bei TheCompensators*, willkommen geheißen. Neun Monate später und 2227 Emissionszertifikate weniger ist Abraham in die USA zurückgekehrt und TheCompensators* sagen danke!

Abraham absolvierte sein Praktikum bei TheCompensators* im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) des deutschen Bundestages und des US-Kongresses. Seine Abreise macht sich bei TheCompensators* im Team und nicht zuletzt auf unserer Webseite deutlich bemerkbar. Dank Abrahams klimapolitischem Durch- und Überblick war die Rubrik “Neues” während seiner Mitarbeit aktueller denn je.

Projekte wie unsere Weihnachtsaktion 2013 inklusive CO2-Info-Adventskalender und “Klimaneutral einkaufen” hat er mit großem Einsatz mitgestaltet und in der Umsetzung begleitet, etwa im Rahmen des Wirkcamps 2013 in Lüneburg. Gereist ist Abraham auch nach Bonn, um TheCompensators* bei der Konferenz  “Advancing the Post-2015 Sustainable Development Agenda” zu vertreten.

Wäre er länger geblieben, hätten wir auch Abrahams kreative Projektidee “Kunst ohne Kohle” gemeinsam umgesetzt. Wir hoffen sehr, dass wir das auch ohne ihn schaffen… Nicht zuletzt hat Abraham enorm beim Löschen von CO2-Zertifikaten geholfen. So konnten TheCompensators* während seines Praktikums Emissionsrechte für 2227 Tonnen CO2 löschen.

Für TheCompensators* war Abraham ein Glücksfall, eine Bereicherung für unsere Arbeit und unser Team!

Danke, Abraham!

Solltest Du an einem Praktikum bei uns Interesse haben oder Dich einfach freiwillig bei uns engagieren wollen, schreib uns einfach eine kurze Nachricht an info_at_thecompensators_punkt_org!

Löschen von Verschmutzungsrechten endlich wieder möglich

Compensate!Aufgrund einer Umstellung im Europäischen Emissionshandel waren wir (viel zu) lange nicht in der Lage, Emissionsrechte von unseren Emissionshandelskonto zu löschen. (Wir haben die Emissionszertifikate natürlich auf dem Konto belassen, was aus Sicht des Marktes das gleich wie ein Löschen ist – aber wir mögen einfach den symbolischen Akt des Löschens!)

Jetzt haben wir endlich den vollen Zugriff auf unser Konto wiederhergestellt. Wir konnten deshalb in zwei Schritten 300 und 500 Emissionszertifikate aus dem Emissionshandelssystem löschen!

Wer die Bestätigung einsehen möchte, kann einen Blick auf den Screenshot unseres Kontoauszuges werfen!

Stiller Protest und gute Laune gegen Klimawandel

TheCompensators* machen bei der Silent Climate Parade 2013 mit!

Silent Climate ParadeDer Klimawandel ist das größte Problem unserer Zeit – aber vollkommen lautlos. Zusammen mit hunderten anderen Engagieten werden wir wieder einmal darauf aufmerkam machen: TheCompensators* nehmen auch dieses Jahr an der Silent Climate Parade in Berlin teil!

Das Motto der Silent Climate Parade ist deutlich: “Wir demonstrieren, weil der Klimawandel, das größte Problem unserer Zeit, noch ungelöst ist. Wir tanzen, weil wir für eine nachhaltige Zukunft stehen, die Freude bereitet.” Am 24. August setzt  die Parade ihre Botschaft zum fünften Mal öffentlichkeitswirksam in Tanz um.

Die Party steigt auf dem Berliner Breitscheid Platz, wo ab 12.00 Uhr Kopfhörer unter das Volk gebracht werden. Ab 14.00 Uhr wird Musik gesendet und die lautlose Feier für ein gutes Klima wird zwischen KaDeWe und Gedächtniskirche ihren Lauf nehmen.

TheCompensators* sind wie in den vergangenen Jahren mit dabei. Und wir laden unsere Freunde herzlich ein, mitzutanzen, zu demonstrieren und sich an unserem Climate Parade Special zu beteiligen:

Aus Spenden, die zwischen dem 24. Juli bis 24. August 2013 bei uns eingehen, werden wir ein Zertifikate-Paket schnüren und im Rahmen der Demonstration eine große Mengen an CO2-Emissionsrechten vernichten.

Wie groß das Paket und wie groß der Spaß sein wird, hängt von Euch ab. Also spendet auf der Stelle und tanzt am 24. August mit uns mit!

Klimaneutral einkaufen: das Video

Viel zu viel Zeit ist vergangen seit dem Wirkcamp. Jetzt ist es endlich hier – das Video, das die Idee des klimaneutralen Einkaufens erklärt.

Daher keine weiteren Worte, sondern der Film:

Ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten – und ganz besonders an Karsten und Janis für ihre Unterstützung bis zum Schluss!

Tätigkeitsbericht 2012

Hier können Sie unseren offiziellen Tätigkeitsbericht 2012 lesen.

(English) Obama: US will lead climate change efforts

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(English) Backloading proposal: second round

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(English) Indian corporate giants embrace solar energy

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TheCompensators* auf Deutschlandfunk: “Den Emissionshandel selber reparieren”

Der Deutschlandfunk hat heute über TheCompensators* berichtet. Der über vier Minuten lange Beitrag lief in der Sendung “Umwelt und Verbraucher” um 11.41 Uhr. Der Beitrag ist online nachzulesen und nachzuhören!

Thema waren unsere Arbeit, die Probleme des Europäischen Emissionshandels (EU ETS) – und die leider viel zu schwachen Reformpläne von Europäischer Kommission und Europäischem Parlament für das EU ETS. Im Interview zu hören sind unsere Aktiven Giulia Carboni und Florian Oel.

Übrigens haben wir bislang fast 5000 Tonnen CO2 gelöscht! Damit haben wir die Emissionen von über 400 Deutschen in einem Jahr kompensiert.

Doch gerade die schwachen Reformvorschläge im Europäischen Parlament zeigen: Es muss noch viel mehr geschehen. Wir können das selbst in die Hand nehmen, indem wir unsere Emissionen kompensieren: Wenn wir Verschmutzungsrechte aus dem Emissionshandel löschen, sinkt die Gesamt-Obergrenze für alle europäischen Emissionen. So funktioniert aktive Klimapolitik durch Bürger!

Wenn auch Du Deine Emissionen löschen willst, dann kompensiere jetzt Deine Emissionen!

(English) Obama in Berlin says US is committed to stop climate change

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China startet den ersten von insgesamt sieben Pilot-Kohlenstoffmärkten

Das Land mit den weltweit höchsten CO2-Emissionen ist der Begrenzung der  Verschmutzung einen Schritt näher gekommen. Am 18. Juni hat Chinas erster Kohlenstoffmarkt in Shenzhen seinen Betrieb aufgenommen.

Sechs weitere Handelssysteme in Peking, Shanghai, Guangdong, Tianjin, Chongqing und Hubei werden noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen. Insgesamt sollen Chinas sieben Pilotprojekte bis 2015 Emissionen in Höhe von 800 Mio. bis 1 Mrd. Tonnen regulieren. Die chinesische Nationale Entwicklungs- und Reformkommission hat die Aufsicht über die Emissionsumsätze und Preise.

Das Pilotprojekt in Shenzhen  erfasst jährlich 30 Mio. Tonnen CO2-Emissionen von 635 örtlichen Firmen, die 26 Prozent des städtischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften. Den teilnehmenden Firmen wurden Emissionszertifikate über 100 Megatonnen CO2 für den Zeitraum zwischen 2013 und 2015 zugeteilt. Im Idealfall werden die Firmen so ihre Kohlenstoffbilanz in den nächsten zwei Jahren um 7 Prozent verbessern.

Fachleute glauben, dass das System in Shenzhen, wie auch die anderen regionalen Pilotprojekte, ohne einen nationalen rechtlichen Rahmen nur begrenzte Ergebnisse erzielen kann. „Der Fortschritt wird von der Entschlossenheit der Regierung abhängen“, erklärt der Energiewirtschaftler Lin Boqiang von der Xiamen Universität. „Wenn die Regierung keinen verbindlichen Rahmen festlegt, wird es sehr schwer sein, angemessene Umsätze zu erzielen und der Handel wird gehemmt.“

Bis 2015 wird die Regierung entscheiden, ob China fähig ist, einen landesweiten Kohlenstoffmarkt zu betreiben.

Wenn Du Deine Emissionen kompensieren möchtest, klicke hier!

 

Klimawandel wird Hochwasserereignisse verstärken

Ein unter japanischer Führung erstellter wissenschaftlicher Bericht mit dem Titel „Globales Hochwasserrisiko unter dem Einfluss des Klimawandels“, stellte fest, dass der Klimawandel wahrscheinlich Hochwasserereignisse und den Schaden für die betroffene Bevölkerung verstärken wird. An den meisten der 29 im Detail untersuchten Flüsse würden, insbesondere am Ende des 21. Jahrhunderts, schwerwiegende Hochwasserereignisse häufiger auftreten. Dazu gehören Jangtse, Ganges,  Nil, Niger, Amazonas und der Paraná. In Europa sind am Rhein häufiger Hochwasserereignisse zu erwarten.

Die Studie erklärt, dass mit steigenden Temperaturen das Risiko von Hochwasserereignissen generell zunimmt. Die Zunahme der globalen Temperaturen erwärmt auch die Luft. Diese kann dann potentiell mehr Feuchtigkeit aufnehmen und deshalb mehr Regen bringen. Veränderungen beim Wind und andere Faktoren könnten Gebiete mancherorts feuchter werden lassen, während andere trockener werden. Zu diesen trockenen Zonen, die einem verminderten Hochwasserrisiko entgegensehen, könnten laut dieser Studie der Mississippi in den USA und der Euphrat im Mittleren Osten zählen.

Aktuelle Ereignisse scheinen die Vorhersagen der Studie bereits heute zu bestätigen. Während der vergangenen zwei Wochen haben Zentral- und Osteuropa verheerende Hochwasser erlebt, die zu Massenevakuierungen in Deutschland, Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik geführt haben. Mindestens 21 Menschen kamen ums Leben. Von Fitch Ratings, einer internationalen Rating Agentur, wurden die Gesamtkosten der Flutschäden allein in Deutschland auf ca. 12 Mrd. € geschätzt.

Laut Preventionweb, einer Website, die weltweit Katastrophen aufzeichnet, haben Hochwasser in den vergangenen drei Jahrzehnten rund 200.000 Menschenleben gefordert und einen wirtschaftlichen Schaden von ca. 400 Mrd. US$  verursacht. Sie haben zudem ca. 3 Mrd. Menschen um ihre Häuser, Höfe, Geschäftsgrundlagen und ihren lebenden Besitz gebracht.

Wenn Du Deine Emissionen kompensieren möchtest, klicke hier!

(English) EU leaders seek “silver bullet” solution for higher energy costs.

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Acht europäische Energieriesen fordern eine Reform des Emissionshandels

Mit einem Aufruf an führende Politiker haben am 22. Mai acht große europäische Energiekonzerne auf die gegenwärtigen Herausforderungen des Energiemarktes aufmerksam gemacht. Unterzeichner sind die Vorstandsvorsitzenden von Enel, Eni, EON, GasTerra, GasNatural Fenosa, GDF Suez, Iberdrola und RWE.

Die Konzernchefs stimmen darin überein, dass der künftige Energiemarkt den EU Staaten helfen solle, die klimapolitischen Ziele der EU zu koordinieren und zu erreichen. Diese Ziele, so schließen die Unterzeichner, sollten realistisch sein und verlässliche Reduktionsziele für das Jahr 2020 und darüber hinaus enthalten.

Was die vorgeschlagenen Maßnahmen, wie z.B. die „Backloading“-Politik betrifft, zeigten sich die Vorstandschefs skeptisch, da nach ihrer Meinung eine Zustimmung zu diesem Vorschlag strukturell nichts ändern würde. Alle acht Vorstandschefs befürworteten jedoch langfristige Lösungen, um die Reduktion von Emissionen sicherzustellen.

RWE-Chef Peter Terium unterstrich, dass die EU-Mitglieder gemeinsam und nicht einzeln arbeiten und gemeinsame Ziele verfolgen sollten. „Maßnahmen oder Aktionen einzelner Ländern – ob Kapazitätsmechanismen oder Expansionsziele für Erneuerbare – nützen uns nichts; wir müssen europäische Lösungen finden.“

Wenn Du den Emissionshandel ebenfalls reformieren willst, dann klicke hier und kompensiere Deine Emissionen!

Wirkcamp 2013: 15 Engagierte, ein Ziel – und ein tolles Ergebnis!

Contact Form Shortcode Error: Form 5 does not exist

Klimaneutral einkaufen: Geht das? Und wenn ja: wie? Diese Fragen haben TheCompensators* beim 6. Wirkcamp Anfang Mai in Lüneburg rund 15 engagierten Menschen gestellt. Und die Teilnehmer haben in kürzester Zeit ein tolles Konzept entworfen – und es auf der Stelle ausprobiert!

Das Wirkcamp bringt Start-ups und verschiedene Organisationen mit jungen Leuten zusammen – die meisten von ihnen studieren, andere stehen aber schon mitten im Berufsleben. In drei Tagen konzentrierter Projektarbeit werden hier Ideen entwickelt, Vorhaben disktutiert und Konzepte ausprobiert. Das Motto lautet: “Weltretten am Wochenende”.

Das hat in der Arbeitsgruppe “Klimaneutrales Einkaufen” von TheCompensators* fantastisch funktioniert. Am Ende des Wochenende stand nicht nur ein Konzept, wie klimaneutrales Einkaufen funktionieren könnte. Die Teilnehmer hatten die Ideen auch gleich in einem Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Filiale der Bio-Supermarktkette denn’s vor Ort ausprobiert. Und dokumentiert ist das ganze in einem tollen Video. (Den Film veröffentlichen wir hier bald – wir kämpfen derzeit nur noch mit einem winzigen Problem!)

Die Reaktionen auf unser Projekt waren übrigens überwältigend positiv. Gespräche mit Kunden des Supermarktes, bei dem wir das Konzept testeten, waren sehr interessiert daran, die klimaschädlichen Emissionen ihres Einkaufs auszugleichen.

Das hat sich auch an der Spendenbereitschaft gezeigt: An dem Wirkcamp-Wochenende haben wir Spenden gesammelt, mit denen der Lebensmittel-Einkauf von etwa 95 Menschen für eine ganze Woche kompensiert ist!

Jetzt geht es darum, das Konzept für “Klimaneutrales Einkaufen” weiterzuentwickeln. Auch dazu haben sich einige der Wirkcamp-Teilnehmer schon Gedanken gemacht. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

TheCompensators* danken allen Teilnehmern und Unterstützen auf dem Wirkcamp 2012 in Lüneburg: Karsten Mosny, Janis Brucker, Regina Prade, Max Schön, Lea Scheurer, Pia van Ackern, Jana Stienecker, Isabel Karst, Eva Stadler, Liane Schäfer, Anna Sagemüller, Luise Schmidt, Patrice Ziehm schicken, Tobi Rosswog, Kerstin Albrecht und Sina Joppich!

Du willst auf dem Laufenden bleiben? Trage Dich einfach hier ein!

In einem Monat startet der Emissionshandel in China

Am 17. Juni diesen Jahres wird Shenzhen, eine Sonderwirtschaftszone in China, ihren ersten Markt für Emissionshandel eröffnen. Es ist der erste von insgesamt sieben geplanten regionalen Kohlenstoffmärkten, die in China etabliert werden sollen. Auch in Peking und Shanghai beginnt im Juni der Handel mit Emissionsrechten, ein genaues Datum für den Geschäftsbeginn steht noch nicht fest.

Shenzhen ist ein wichtiges Finanzzentrum und Standort der Shenzhen Börse. Stetig steigende Auslandsinvestitionen haben den einstmals kleinen Ort in der Nähe von Hong Kong in eine moderne Großstadt mit pulsierender Wirtschaft verwandelt. Der Kohlenstoffmarkt wird insgesamt 635 Firmen erfassen. Laut New Energy Finance, ein Finanzinformationsdienst, stießen diese Firmen im Jahr 2010 31,7 Mio. Tonnen Treibhausgase aus.

Anstatt einen landesweiten Kohlenstoffmarkt zu etablieren, setzt China zunächst auf regionale Märkte mit dem Ziel einer künftigen Vernetzung. Die Planung der regionalen Kohlenstoffmärkte wurde auf lokale Eigenheiten und Notwendigkeiten  abgestimmt. So ist der Markt in Guangdong beispielsweise auf industrielle Produktion zugeschnitten, der Unternehmen entsprechend ihrer CO2-Emissionen einbindet. Das System in Shanghai dagegen belastet auch Flughäfen, Bürogebäude und andere größere Emittenten.

Insgesamt hat sich China verpflichtet, seine Emissionen pro Wirtschaftsleistung bis 2015 um 17% gegenüber 2010 zu reduzieren. Den einzelnen Regionen wurden entsprechende Emissionsreduktionsziele in Form von Quoten auferlegt, welche die Emissionsrechte der einzelnen Verschmutzer begrenzen.

Ein im vergangenen Jahr vom Climate Institute, einer australischen Denkfabrik, veröffentlichter Bericht, prognostiziert, dass diese Regulierungsanstrengung den chinesischen Emissionshandelsmarkt bis 2014 auf ein Volumen von 700 Mio. Tonnen CO2 anwachsen lassen werden. Damit würde China zum weltweit zweitgrößten Kohlenstoffmarkt, nach der Europäischen Union mit 2,1 Mrd. Tonnen und vor Kalifornien und Australien mit Handelsvolumina von 165 Mio. Tonnen bzw. 382 Mio. Tonnen.

Wenn Du Dich an diesem Handel beteiligen und Deine Emissionen kompensieren willst, klicke hier!

Brüssel und Washington erheben Strafzölle auf chinesische Solarmodule

Am 20. Mai beschlossen Washington und Brüssel mit China Vereinbarungen über Solarmodullieferungen im Wert von 30 Mrd. $ nach Europa und in die USA zu schließen. Ziel ist es, die Preise für chinesische Solarmodule zu erhöhen. Die EU und die USA fordern, dass chinesische Firmen höhere Preise für ihre Module verlangen und zusätzlich die Gesamtzahl der in den Westen exportierten Module begrenzen.

China, dem weltgrößten Hersteller von Solarmodulen, drohen harte Strafzölle. Die Vereinigten Staaten haben bereits begonnen, Einfuhrzölle von bis zu 30% zu erheben, während die Europäische Union voraussichtlich ab 5. Juni ähnliche Zölle zwischen 37%  bis 68% erheben wird.

Das Ziel der Zölle und Mengenbeschränkungen besteht darin, die amerikanischen und europäischen Hersteller vor einem aus ihrer Sicht „unfairen Wettbewerb“ zu schützen. Nach Angaben der westlichen Hersteller werden chinesische Solarmodule stark subventioniert und dann in ihren Ländern zu Preisen, die unter den Herstellungskosten liegen, auf den Markt geworfen. Nach Berichten von Herstellern haben in den letzten drei Jahren bereits zwei Dutzend amerikanische und europäische Solarmodulfirmen die Produktion gedrosselt oder sind sogar Pleite gegangen. Weiter heißt es, die chinesische Solarmodulindustrie habe in den letzten vier Jahren die Solarmodulpreise um drei Viertel gedrückt. Insgesamt haben chinesische Hersteller 2011 Waren im Wert von 21 Mrd. € nach Europa exportiert.

Der deutsche Wirtschaftsminister Philipp Rösler kritisiert die Pläne der EU. Mit der Zustimmung zu Strafzöllen begehe die EU einen schwerwiegenden Fehler. China habe bereits gewarnt und angekündigt, die Strafzölle würden dem bilateralen Handel schaden. Deutschland ist eine der weltgrößten Exportnationen. Rösler fürchtet, dass der Handelskonflikt den deutschen Exportbeziehungen mit China, einem seiner wichtigsten Handelspartner, langfristig schaden könnte.

Auch Umweltschützer sprechen sich sowohl in den USA, als auch in Europa gegen die geplanten Strafzölle aus, da sie die Kosten für Erneuerbare Energie noch weiter in die Höhe treiben. Gegenwärtig ist Erneuerbare Energie im Vergleich zur Energie aus fossilen Brennstoffen noch sehr viel teurer.

Wenn Du den Preis für CO2-Emissionen anheben und Erneuerbare Energien wettbewerbsfähig machen willst, dann klicke hier!

Deutsche Emissionen lagen 2012 über der Obergrenze

Am Mittwoch, den 15. Mai, wird die europäische Kommission ihre Ergebnisse für die dem  Emissionshandel in 2012 unterworfenen CO2-Emissionsmengen veröffentlichen. Bereits heute hat die deutsche Emissionshandelsstelle bekanntgegeben, dass die 1.629 im Emissionshandelssystem erfassten Energie- und Industriebetriebe in Deutschland 2012 452,6 Mio. Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre ausgestoßen haben. Dies bedeutet, dass Deutschland die Obergrenze von 451,8 Millionen Tonnen CO2 übertroffen hat.

Unter anderem heißt in dem Bericht, dass 416 Mio. Zertifikate kostenlos zugeteilt wurden. Das sind im Vergleich zum Jahr 2011 14 Mio. zusätzliche kostenlose Zertifikate. Weiterhin zeigt der Bericht, dass 2012 139,9 Mio. Gutschriften für Clean Development Mechanism (CDM) und Joint Implementation (JI) erteilt wurden –  ein bedeutender Zuwachs gegenüber den Vorjahren.

Auf einer Pressekonferenz kritisierte Jochen Flasbarth, der Präsident des deutschen Umweltbundesamtes, die zunehmenden Emissionen in Deutschland. Er kritisierte zudem, dass  im Emissionshandel rund 1,7 Milliarden Verschmutzungsrechte zu viel verteilt wurden. Der Grund dafür sei eine viel zu hohe Zuteilung von Emissionszertifikaten an osteuropäische Länder sowie eine zu hohe Zahl kostenlos ausgegebener Verschmutzungsrechte, sagte Flasbarth.

Aus diesem Grund forderte Flaßbarth eine entschiedene Reform des Emissionshandelssystems. Sollte diese nicht gelingen, seien andere Maßnahmen notwendig – etwa eine CO2-Steuer oder schärfere Emissionsgrenzwerte.

Der vollständige geprüfte Emissionshandelsbericht (VET) für 2012 wird ab 15.05.2013 auf der Website der deutschen Emissionshandelsstelle verfügbar sein.

Wenn Sie dazu beitragen wollen, die Obergrenze für Emissionen im ETS zu reduzieren, dann kompensieren Sie Ihre Emissionen jetzt!

TheCompensators* bei Phineo: So sehen Gewinner aus!

Am 18. April hat die unabhängige Beratungsorganisation Phineo bestätigt, dass der Ansatz von TheCompensators* wirksam ist. Das “Wirkt!”-Siegel von Phineo bedeutet: Wer an TheCompensators* spendet, setzt sich nachhaltig für den Kampf gegen den Klimawandel und einen besseren Emissionshandel ein.

Hier einige Bilder von der Veranstaltung (Fotos: Phineo gAG/Linda Hanes)

CETA-Abkommen könnte möglicherweise das EU-Fracking-Verbot aufheben

Das strittige europäisch-kanadische Handelsabkommen (CETA), ein geplantes Freihandels- und Urheberrechtsabkommen zwischen Kanada und der Europäischen Union, könnte die europäischen Länder daran hindern, Verbote und Regeln für das sogenannte Fracking einzuführen. Sollten die Vertragsstaaten kanadische Firmen vom Schiefergas-Fracking abhalten, könnten sie auf Basis einer im CETA-Entwurf enthaltenen, weitreichenden Investitionsbestimmung, möglicherweise Klagen entgegen sehen. Die geplante Vorschrift könnte es Energie- und Rohstoffunternehmen ermöglichen, EU-weit Verbote, Moratorien und Umweltstandards anzufechten. Darüber hinaus ermöglicht diese Politik kanadischen Firmen millionenschwere Schadenersatzforderungen an die europäischen Steuerzahler zu stellen.

Volkswirtschaftler und viele energieintensive Industriezweige meinen, dass sich durch die Schiefergasförderung das „Spiel dreht“. Der jüngst gesehene Aufschwung der Industrie in den Vereinigten Staaten ist teilweise eine Folge der zunehmenden Erforschung und Förderung von Erdgas. Fracking hat den Staaten Pennsylvania, Texas und Colorado einen Aufschwung in der Energieproduktion gebracht und zusätzlich zu einem Rückgang der Erdgaspreise um 20% geführt. Es wird erwartet, dass die europäischen Unternehmen durch die Schiefergasförderung in den Wettbewerb mit ihren amerikanischen Kontrahenten treten.

In einem von KPMG International veröffentlichten Bericht bezeichnete die Unternehmensberatung die Erschließung von Schiefergas in Europa als unausweichlich. Geologische, wirtschaftliche und regulatorische Hindernisse jedoch haben die europäische Erdgaserforschung beeinträchtigt. Der Bericht stellte z.B. fest, dass die Schiefergasschichten in Europa durchschnittlich um 50% tiefer liegen als in Nordamerika, während die Produktionskosten um mindestens 40% höher liegen. Darüber hinaus haben Fachleute sowohl Umwelt- als auch Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit Frackingtätigkeiten entdeckt. Die Internationale Energieagentur beispielsweise sagt voraus, dass sogar die umweltschonendste und effizienteste Treibstoffförderung im Falle einer globalen Vollversorgung durch Fracking-Energie zu einer globalen Temperaturerhöhung von ca. 3,5 – 4 Grad führen könnte.

Nathalie Bernasconi Osterwalder, eine ranghohe Juristin für internationale Angelegenheiten am Internationalen Institut für nachhaltige Entwicklung, erklärt, dass ausländische Firmen jedoch nicht über dem Gesetz stehen würden. „Das Augenmerk müsste darauf gelegt werden, ob die Verbote und Moratorien vorhanden gewesen sind, als die CETA in kraft trat.“ Trotzdem werden Länder ohne klare Haltung zum Fracking in Zukunft mit Problemen konfrontiert werden. Wenn z.B. eine europäische Regierung bereits erteilte Bohrlizenzen wegen Umweltbelangen entzöge, könnte sich die betreffende Regierung nach dem CETA-Entwurf wegen Verletzung der Gewinnerwartungen der Investoren strafbar machen.

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Urteil: Großbritannien verletzt EU-Gesetze zu Verschmutzung

In keiner anderen europäischen Hauptstadt ist die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) so hoch wie in London. Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs hat daher am 1. Mai entschieden, dass die britische Regierung die EU-Vorgaben zur Luftreinhaltung verletzt hat. Konkret geht es dabei um eine EU-Direktive zur Begrenzung der NO2-Emissionen. NO2 ist ein farb- und geruchloses Gas, das beim Verbrennen von Kraftstoffen entsteht und das Atemwegsprobleme verursachen kann.

Der Oberste Gerichtshof könnte die britische Regierung zwingen, Schritte zur Verbesserung der Luftqualität zu ergreifen, jedoch steht es nicht in seiner Macht, der Regierung Geldbußen aufzuerlegen. Daher sind nun alle Augen auf Owen Patterson gerichtet, den Minister für Umwelt, Ernährung und ländliche Räume. Dieser soll einen Plan zum Schutz der Bevölkerung gegen krebserregende Kraftstoffe, die NO2 freisetzen, ausarbeiten.

Laut einer Organisation, die die britische Regierung berät, sterben in Großbritannien jährlich 29.000 Menschen an Atembeschwerden. Diese Todesfälle werden der starken Luftverschmutzung zugeschrieben.

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“Lindauer Bürgerzeitung”: CO2 kompensiert

Das Energieteam der Stadt Lindau am Bodensee hat seinen CO2-Fußabdruck kompensiert. Darüber berichtet hat die “Lindauer Bürgerzeitung“.

“Lindauer Zeitung”: Energieteam wischt Fußabdruck weg

Das Energieteam der Stadt Lindau am Bodensee hat seinen CO2-Fußabdruck kompensiert. Darüber berichtet hat die “Lindauer Zeitung“.

Deutschlands führende Rolle bei erneuerbaren Energien könnte schwer auf Europa lasten

Am Donnerstag, den 18. April, hat Deutschland mit einer Leistung von 35,9 Gigawatt ein neues Allzeithoch bei der Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien geleistet.

Deutschland, vom Onlinemagazin „Renewable Energy World“ als erste größere Erneuerbare-Energien-Wirtschaft der Welt bezeichnet, bildet mit seinem Erneuerbare-Energien-Sektor die Sperspitze der Umweltbewegung. Deutschland hat beispielsweise den erneuerbaren Anteil an der gesamten Stromproduktion in den vergangenen sechs Jahren auf 23 % im Jahre 2012 verdoppelt. Eine weitere Verdopplung bis zum Jahr 2025 wird prognostiziert.

Einige Teile des Landes sind sogar noch fortschrittlicher. Im Jahr 2012 wurden Brandenburg, Bayern, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg in der Studie Bundeslaendervergleich Erneubare Energie 2012 für ihre schnelle Anpassungsfähigkeit bei der Integration neuer Technologien in ihren Energiemix und für ihre steigenden Investitionen in Erneuerbare Energien gelobt.

Obwohl es diese Fakten verdienen, gefeiert zu werden, ziehen sie negative Folgen nach sich. Eine zunehmende, aus Erneuerbaren Energien erzeugte Strommenge führt zu einem Preissturz bei ETS-Emissionszertifikaten. In der Folge kommt es zu einer Wiederbelebung der billigeren Kohle und das wiegt schwer gegen die Erneuerbaren Energien. Obwohl dies Deutschlands beeindruckenden Schub in Richtung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft nicht beeinträchtigt, wird es für andere europäische Länder schwer dem deutschen Vorbild zu folgen.

Das ETS muss zur Anregung der Produktion erneuerbarer Energien verbessert werden.

  • Die Emissionsobergrenzen sollen nicht absolut sein. So wäre es zum Beispiel möglich, für die Erzeuzung von einer Kilowattstunde Strom den Ausstoß von 300 g CO2 festzulegen. Dann würde das ETS bei niedrigem Strombedarf infolge externer Faktoren wie der Finanzkrise 2008 nicht untergraben werden.
  • Das ETS sollte sich außerdem automatisch selbst anpassen. Wenn beispielsweise einmal ein Wert von 290 Gramm CO2 pro Kilowattstunde erreicht worden ist, sollte die Obergrenze automatisch herabgesetzt werden.

Diese politischen Maßnahmen würden eine Selbstkorrektur des ETS möglichen machen und das Problem der Überversorgung mit Zertifikaten lösen, was zu den kürzlichen Preisstürzen geführt hat.

Da bis zur nächsten Überarbeitung des ETS 2015 keine größeren Reformen geplant sind, sollten in der Zwischenzeit zum Beispiel Firmen tätig werden, die selbst im Bereich der erneuerbaren Energien tätig sind. Sie könnten jetzt die viel zu billigen Emissionszertifikate kaufen und löschen. Damit würden sie für sich selbst fairere Wettbewerbsbedingungen schaffen.

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Lindauer Energieteam gleicht CO2-Fußabdruck mit TheCompensators* aus

Mitglieder des Lindauer Energieteams. Foto: Julia Genth

Mitglieder des Lindauer Energieteams. Foto: Julia Genth

Das Energieteam der Stadt Lindau am Bodensee setzt sich für konsequenten Klimaschutz in seiner Stadt ein. Jetzt haben die Mitglieder ein Zeichen gesetzt: Sie haben ihre kompletten Emissionen des Jahres 2012 kompensiert.

100,6 Tonnen haben die zehn Mitglieder des Energieteams zusammen ausgestoßen. Im Schnitt ist das weniger als der bundesdeutsche Pro-Kopf-Durchschnitt. Trotzdem wollte das Energieteam ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen und Aufmerksamkeit für ihre Arbeit und den Klimaschutz erregen – weshalb jedes Mitglied seine Emissionen über TheCompensators* ausglich.

Ein billiger “Ablasshandel” ist das Löschen der Emissionszertifikate nicht, betont Energieteam-Leiterin Julia Genth vom Stadtbauamt Lindau. “Das Kompensieren kann nur an die Seite des Einsparens treten, dieses aber nicht ersetzen. Energiesparen ist und bleibt das eigentliche Ziel”, sagt sie.

Dennoch ist für uns jede gelöschte Tonne CO2 ein deutliches Signal für den Klimaschutz und auch für ein besseres Emissionshandelssystem.” Denn dass das Emissionshandelssystem der EU verbesserungswürdig ist, sehen auch die Energieteam-Mitglieder so. “Wenn unsere Aktion die Leute dazu bringt, kritisch über den Handel mit CO2-Emissionen nachzudenken, ist das auch ein Erfolg”, stellt Julia Genth fest.

Die CO2-Fußabdrücke des Lindauer Energieteams.

Die CO2-Fußabdrücke des Lindauer Energieteams.

Natürlich wünschen sich die Energieteam-Mitglieder jetzt vor allem viele Nachahmer, die auch ihren CO2-Fußabdruck ausrechnen. “Am meisten würde uns freuen, wenn jetzt viele nicht nur ihren CO2-Fußabdruck ausrechnen, sondern wenn sie die CO2-Emissionen auch kompensieren, so wie wir das gemacht haben”, sagt Roland Sommer, Energieteam-Mitglied und Leiter Markt der Stadtwerke Lindau.

“Momentan ist es nämlich ein großes Problem des Emissionshandels, dass der Preis für die Zertifikate so niedrig ist. Wenn aber in großem Maße Emissionszertifikate gelöscht werden, würden die Preise wieder steigen und die Investition in klimafreundliche Technologien wäre für Unternehmen lohnender. So würde das Kompensieren am Ende zu ganz konkreten Verbesserungen für Umwelt und Klima führen”, sagt Sommer.

Überzeugt? Dann kompensiere auch Du Deine Emissionen!

Bestätigt: Wer TheCompensators* unterstützt, wirkt mit!

Phineo: Wirkt!Im vergangenen Jahr haben TheCompensators* sich dem kritischen Blick der unabhängigen Analyse- und Beratungsorganisation Phineo ausgesetzt.

Heute dürfen wir uns bestätigt fühlen: Dein und unser klimapolitisches Engagement ist die Spenden und Mühen wert!

Am 18. April hat Phineo die Effektivität unserer Einmischung in den Europäischen Emissionshandel mit dem Wirkt-Siegel offiziell bestätigt.

Das Urteil der Analysten von Phineo zu unserem als erfolgreich bewerteten Handlungsansatz des Vereins: “Mit TheCompensators* kann jeder Verschmutzungsrechte aus dem Emissionshandel kaufen. Jedes gelöschte Zertifikat hilft dem Klima und sagt: Klimaschutz braucht schärfere Regelungen.”

Phineo verfolgt als gemeinnützige Aktiengesellschaft das Ziel, das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland zu stärken. Die Positivliste wirkungsvoller Initiativen dient Unternehmen und Einzelpersonen, die einen gesellschaftlichen Beitrag leisten wollen, als Orientierung und Ideengeber.

Lies mehr über TheCompensators* und Phineo!

Oder kompensiere Deine Emissionen und tritt für wirksamen Klimaschutz ein.

Entscheidung des EU-Parlaments ist ein weiterer Rückschlag im Kampf gegen die Klimawandel

TheCompensators*Die Entscheidung des Europäischen Parlaments am Dienstag, den 17. April, ist ein weiterer Schlag gegen einen wirksamen Kampf gegen den Klimawandel. An diesem Tag hat das EU-Parlament den Vorschlag abgelehnt, 900 Millionen ETS-Emissionszertifikate vorerst nicht zu versteigern und so dem vorübergehend Markt zu entziehen.

Das sogenannte Backloading, obwohl bekanntermaßen nicht der beste Weg gegen das Überangebot an Emissionszertifikaten im ETS, war eine kurzfristige Lösung, um den Anstieg des CO2-Preises zu unterstützen bis eine umfassendere Reform in Kraft gesetzt würde. Wie von den Fachleuten vorhergesagt, sank der Preis der CO2-Zertifikate unmittelbar nach der Abstimmung und erreichte ein neues Tief von 2,63€. Analysten prognostizieren, dass der Preis in den kommenden Monaten weiter fallen wird.

Das ETS sollte eines der wichtigsten Werkzeuge der Europäischen Union dabei sein, ihre Emissionsziele zu erreichen. Die EU hatte sich verpflichtet, die Emissionen bis 2020 um 20 Prozent unter das Niveau von 1990 zu reduzieren. Bis 2050 sollten die Treibhausgas-Emissionen sogar um 80 bis 95 Prozent sinken. Mit dem neuen Beschluss ist schwer vorherzusagen, ob die EU ihre Ziele überhaupt erreichen wird. Darüber hinaus hat die Entscheidung den Ruf der EU als globaler Anführer im Kampf gegen den Klimawandel zerstört.

TheCompensators* glauben, dass ihre Arbeit mit dem Scheitern des Backloading im EU-Parlament wichtiger denn je geworden ist. Da das Europäische Parlament einer Reform nicht zugestimmt hat, glauben wir, dass TheCompensators* und alle Anhänger ernsthafte Maßnahmen ergreifen müssen. Es ist unsere Aufgabe, die Anzahl der Verschmutzungsrechte im ETS zu reduzieren, nicht nur um die Treibhausgase zu vermindern, sondern auch um den erneuerbaren Energien eine Chance zu geben, wettbewerbsfähig zu werden. Auf Basis der zurückliegenden Ereignisse muss der Impuls für eine grünere und nachhaltige Zukunft erneuert und gestärkt werden.

Der dauerhafte Fall des CO2-Preises muss gestoppt werden, um die EU mit ihren Emissionszielen auf dem Weg zu halten. Trotz der Enttäuschung über die Entscheidung des Parlaments werden TheCompensators* sich weiterhin für eine emissionsfreie Gesellschaft einsetzen, um dabei zu helfen, den Klimawandel zu vermeiden. Die Welt ist in großer Gefahr und das betrifft jeden Einzelnen von uns. Gemeinsam mit der Hilfe unserer Mitglieder und unserer Anhänger hoffen wir, Schaden für Umwelt und Gesellschaft abwenden zu können.

Beziehe Stellung für eine wirksame Reform des Emissionshandels und lösche mit einer Spende jetzt Zertifikate aus dem ETS!

EU-Parlamentarier verhindern Verbesserung im Emissionshandel

Mit einem Abstimmungsergebnis von 334 zu 315 haben die Mitglieder des Europäischen Parlaments heute die Pläne für ein Zurückhalten – oder Backloading – von 900 Millionen CO2-Zertifikaten Mit einem Abstimmungsergebnis von 334 zu 315 haben die Mitglieder des Europäischen Parlaments heute die Pläne für ein Zurückhalten – oder Backloading – von 900 Millionen CO2-Zertifikaten abgelehnt. Mit diesem Ergebnis wurden nicht nur Umweltschutz-Organisationen, sondern auch zahlreiche Unternehmen schwer enttäuscht. Kritiker stellen immer mehr die Existenz des ETS in Frage und glauben, dass die EU ihren Ruf als weltweiter Anführer im Kampf gegen den Klimawandel  zerstört.

Hauptsächlich von einer Koalition aus Mitte-Rechts-Parlamentariern wurde der Vorschlag zum Backloading zum Scheitern gebracht. Sie waren gegen die Pläne mit der Begründung, dass ein höherer CO2-Preis den Marktmechanismus beeinträchtigen und so zu höheren Energierechnungen in Europa führen würde. Zudem lehnten diejenigen Parlamentsmitglieder, die dem Klimawandel skeptisch gegenüber stehen, jegliche Schritte zur Prüfung und Instandsetzung des Systems ab.

Nach Prognosen von Analysten und Volkswirtschaftlern wird der Beschluss dazu führen, dass der CO2-Preis aufgrund der exzessiven Überversorgung mit Zertifikaten in den nächsten Tagen Tiefststände erreichen wird. Als Nachwirkung des Beschlusses war der CO2-Preis bereits auf das neue Rekord-Tief von 2,63€ je Tonne gefallen.

Die Energie- und Umweltminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Großbritanniens, Schwedens und Dänemarks hatten vor der Abstimmung gewarnt, dass die Ablehnung des Backloading-Plans die Mitgliedsstaaten spalten würde. In der Folge werde jeder Staat seinen eigenen Weg bei CO2-Steuern oder -Reformen einschlagen, z.B. der “Kohlenstoff-Grundpreis” im Vereinigten Königreich.

Mit der heutigen Entscheidung wird die Aufmerksamkeit auf die Europäische Kommission gelenkt, die möglicherweise für die vierte Phase des ETS ein breiter angelegtes Reformpaket schnüren könnte. Bedauerlicherweise ist es unwahrscheinlich, dass in baldiger Zeit ein Reformpaket verfasst wird, sodass das ETS voraussichtlich frühestens 2015 einen grundsätzlichen Wandel erleben wird.

Alle Augen sind nun auf die Europäische Kommission gerichtet, die Reformen entwickeln muss, beispielsweise

  • die dauerhafte Reduzierung der Überversorgung an Zertifikaten
  • engere Grenzen hinsichtlich der Anzahl von  CO2-Ausgleichsmöglichkeiten oder
  • niedrigere Emissionsobergrenzen für jene Betriebe, die dem System unterliegen.

Dies alles wären mögliche Abhilfemaßnahmen zur Rückführung der Zertifikat-Überversorgung.

Connie Hedegaard, die EU-Klima-Kommissarin, erklärte nach der enttäuschenden Abstimmung des Parlaments: “Europa braucht zur Erreichung der Klimaziele sowie zur Stimulierung von Innovation einen starken CO2-Markt. Die Kommission  bleibt überzeugt davon, dass das Backloading kurzfristig dazu beitragen würde, das Vertrauen in das EU ETS wiederherzustellen bis wir über weitere strukturelle Maßnahmen entscheiden.”

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Zuteilung kostenloser CO2-Emissionszertifikate auf Basis veralteter Daten

Zahlreiche Unternehmen erhalten viel zu viele kostenlose CO2-Verschmutzungszertifikate. Grund sind veraltete Daten, mit denen die Europäische Kommission arbeitet, wie eine neue Studie der unabhängigen Forschungs- und  Beratungsorganisation CE Delft zeigt.

Dabei geht es um Industriezweige, bei denen das Risiko einer Verlagerung von Werken ins Ausland besteht – auch Carbon Leakage genannt. Bei Anwendung aktueller Daten auf die Carbon-Leakage-Bewertung würde sich die Anzahl der Empfänger kostenloser Zertifikate halbieren.

2009, als die EU-Wirkungsbewertung freigegeben wurde, stimmte die Europäische Kommission zu, den vom ETS erfassten Sektoren 60 Prozent kostenlose Zertifikate zuzuteilen, um das Carbon-Leakage-Risiko zu vermindern. Bryony Worthington, Gründerin des TheCompensators*-Partners Sandbag, erklärt, dass die EU-Wirkungsbewertung von 2009 auf Basis der heutigen Daten, vollständig veraltet und nicht anwendbar ist.

Die Studie von CE Delft entdeckte drei fehlerhafte Annahmen, die in der heutigen Welt nicht mehr gelten.

  • Für 2020 wurde erwartet, dass die CO2-Preise 30€ je Tonne erreichen. Die CO2-Preise liegen gegenwärtig zwischen 4€ und 5€ je Tonne – und könnten sogar auf Null fallen, wenn der Vorschlag zum Backloading vom Europäischen Parlament in der nächsten Woche abgelehnt wird.
  • Die betroffenen Sektoren sollten die Messlatte ihrer kostenlosen Zertifikatzuteilung um 60 Prozent übertreffen. Doch infolge der wirtschaftlichen Rezession “scheint jetzt eine Quote von 20 Prozent wahrscheinlicher”.
  • Die Teilnahme von Nicht-EU-Ländern am ETS war nicht vorgesehen. Länder wie Kroatien, Island, Norwegen und Liechtenstein jedoch sind dem Projekt bereits beigetreten und außerdem ist geplant, Australien und die Schweiz 2015 in das ETS einzubinden.

Was die Kommission ursprünglich als “unbeabsichtigte Zuteilung von Mehrmengen” bezeichnete, hat dazu geführt, dass “insgesamt auf die Fertigungssektoren ungefähr 680 Millionen zusätzliche Zertifikate im Wert von etwa 10,5 Milliarden Euro über die Jahre 2008 bis 2011 entfielen”, resümiert Damien Morris, leitender Politikexperte bei Sandbag.

Bei der Entwicklung eines neuen Katalogs zur Zuteilung kostenloser Zertifikate hätten Unternehmen, die sich mit Erdöl- und Erdgasförderung beschäftigen, immer noch einen Anspruch auf kostenlose Zertifikate. Die Zement-, Roheisen- und Stahl-, Raffinerie-, Kalk- und Papierindustrie jedoch müssten ihre Rechte ersteigern.

Die Europäische Kommission hat anerkannt, dass ihr Carbon-Leakage-Katalog veraltet ist und hofft darauf, bis 2016 einen neuen Eckdaten-Katalog fertigzustellen.

Helfen Sie, die zu hohe Zahl von Verschmutzungsrechten schon jetzt zu reduzieren – und kompensieren Sie Ihre Emissionen!

Bundesregierung über Emissionshandel zerstritten

Die Bundesregierung findet keine gemeinsame Position in der Debatte über eine Reparatur des ETS. Bundesumweltminister Peter Altmaier  (CDU) hat sich heute dafür eingesetzt, dass die EU-Länder auf eine Verringerung der Verschmutzungsrechte im Europäischen Emissionshandel dringen sollten. Als Antwort darauf wies Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) eine derartige politische Intervention in den CO2-Markt mit Nachdruck zurück.

Die Diskussion entzündete sich an der am nächsten Dienstag anstehenden Entscheidung zum sogenannten Backloading von Emissionsrechten. Die Idee dahinter ist, Emissionsrechte für zwei Jahre aus dem Markt zu nehmen. Eine derartige Entscheidung würde den dramatischen Verfall des Preises der Emissionsrechte stoppen, der zur Zeit zwischen 3 und 4 Euro dahindümpelt. Der Preisverfall hat seine Ursache unter anderem in dem durch die Wirtschaftskrise verursachten Überschuss an Emissionsrechten.

Um seine Position gegen ein Backloading zu unterstützen, sagte Rösler sogar seinen Türkeibesuch ab. Nach Röslers Meinung würde das Backloading der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Euro-Krisenländern wie z.B.Spanien, Griechenland und jetzt auch Zypern schaden.

Altmaier jedoch unterstützt gemeinsam mit seinen Kollegen aus Frankreich, Italien, Großbritannien, Schweden und Dänemark die Backloading-Politik, „da sie das stark reformbedürftige System wieder in Ordnung bringen wird.“ „Der Emissionshandel ist in einer tiefen Krise“ stellte er fest. „Wenn wir das System jetzt nicht stärken, dann sind acht Jahre Klimaanstrengungen wertlos.“

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Kalifornien und Québec wollen gemeinsamen Emissionshandel

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Klimawandel verstärkt Turbulenzen

Vor einigen Tagen haben die Wissenschaftler Dr. Paul D. Williams und Dr. Manoj M. Joshi einen Aufsatz veröffentlicht, der den Einfluss der globalen Klimaerwärmung auf die Wettersysteme über die nächsten vier Jahrzehnte abschätzt. Die Studie kommt zum Schluss, dass der Klimawandel bis zur Mitte des Jahrhunderts zu einer Zunahme der Turbulenzen im Nordatlantik, einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen der Welt, führt. In der Studie kam heraus, dass sich die Häufigkeit von Turbulenzen bei Flügen zwischen Europa und Nordamerika bis zum Jahr 2050 verdoppeln und ihre Intensität um 10 bis 40 % zunehmen wird.

Nach Meinung von Dr. Williams liegt die Ursache für die Zunahme der Turbulenzen darin, dass der Klimawandel nicht einfach nur den unteren Teil der Atmosphäre aufheizt. Vielmehr beschleunigt der Klimawandel auch den Jetstream, eine schnelle Luftströmung, und verändert zudem seine Lage. Eine höhere Geschwindigkeit macht die Atmosphäre anfällig für eine Instabilität der Luftströmung, die Turbulenzen verursacht.

Obwohl stärkere Turbulenzen nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer Zunahme von Flugzeugunfällen sein müssen, deutet die Studie an, dass die Zahl von Verletzungen der Passagiere und Besatzungsmitglieder zunehmen und dass es zu mehr Verspätungen und Schäden an Flugzeugen kommen würde. Gegenwärtig verursachen Turbulenzen Schäden an Flugzeugen und andere Ausgaben in Höhe von jährlich etwa 150 Millionen Dollar, sagte Dr. Williams. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden in den nächsten Jahren die gesamten Kosten in der Industrie mit zunehmenden Turbulenzen steigen, stellte er fest.

Die Rekord-Regenfälle im Jahr 2012 und der gegenwärtige arktische Frühling in der Nordhalbkugel werden der Veränderung des Jetstreams über Europa zugeschrieben.

Unterstütze den Kampf gegen den Klimawandel, setze dich für einen besseren Emissionshandel ein und kompensiere deine Emissionen!

Untersuchung der OECD zu Kompensation im Emissionshandel

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Ein harter Schlag für die Transparenz im Emissionshandel

TheCompensators* haben beim Kauf und nach dem Löschen von Emissionszertifikaten im Europäischen Emissionshandelssystem (EU ETS) immer die Seriennummern dieser Verschmutzungsrecht veröffentlicht. Kürzlich mussten wir feststellen, dass es nicht mehr möglich ist, diese Nummern einzusehen.

Das ist ein harter Schlag für die Transparenz im ETS! Es betrifft direkt unsere Arbeit, denn TheCompensators* sind nun nicht mehr in der Lage, ihre Spendern die Zertifikatnummern der gelöschten Verschmutungsrechte mitzuteilen. Die Unterstützer von TheCompensators* haben also keinen nachvollziehbaren Beweis für die von ihnen gelöschten Zertifikate mehr in der Hand.

Wir haben die Generaldirektion Klimawandel der Europäischen Kommission kontaktiert, um die Gründe für diese Umstellung zu erfahren. Die Behörde hat die Änderung bestätigt und erklärt, dass die Seriennummern dauerhaft unterdrückt sein werden.

Die EU-Kommission erklärte, dass die Änderung aus Sicherheitsgründen erfolgt ist. Auf diese Weise soll Betrug mit Emissionszertifikaten künftig verhindert werden. Wir können diese Beweggründe zwar nachvollziehen, denn in der Vergangenheit war der EU-Emissionshandel tatsächlich anfällig für Betrug.

Wir halten die Änderung aber trotzdem für einen Schlag für die Transparenz im EU ETS. Wir haben die Nummerierung der Zertifikate unterstützt, da dieses System auf eine effektive Weise ermöglichte nachzuvollziehen, wann Emissionszertifikate eingesetzt oder stillgelegt wurden.

Für TheCompensators* bedeutet diese Änderung im Emissionshandel, dass wir nun nach einer neuen Möglichkeit suchen müssen, Emissionszertifkate nachvollziehbar zu löschen. Wir entwickeln dafür gerade eine neue Strategie, die uns weiterhin komplette Transparenz in unserer Arbeit ermöglichen soll.

Wir garantieren unseren Unterstützern, dass sie sich mit Spenden oder Mitgliedsbeiträgen an TheCompensators* weiterhin für einen positiven Wandel hin zu einer besseren Klimapolitik einsetzen! Wir werden weiterhin alles daran setzen, unsere Arbeit so transparent wie möglich zu gestalten!

Wenn Du Deine Emissionen kompensieren möchtest und eine nachvollziehbare Zertifikatnummer wünschst, schreib uns bitte eine Nachricht. Sobald unser neues System steht, werden wir Dir die Nummern der gelöschten Zertifikate mitteilen!

(English) China and Australia agree on an Asia-Pacific Carbon Market

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Transparenz mit dem CO2-Preisschild

Äpfel aus Australien, Wein aus Südafrika und argentinisches Rindfleisch in offenstehenden Kühlregalen – das deutet auf eine schlechte CO2-Bilanz hin. Doch nichts Genaues weiß man nicht. Die Umweltkosten von Supermarkt-Produkten bleiben im Dunkeln. Umweltbewussten Verbrauchern fehlt so die Informationsgrundlage, um nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Das wollen wir ändern! Deshalb nehmen wir am Wirkcamp 2013 in Lüneburg teil und hoffen dabei auf Deine Unterstützung. In unserer Arbeitsgruppe auf dem Wirkcamp wollen wir ein neues Projekt entwickeln: das CO2-Preisschild.

Dieses zweite Preisschild für ganz alltägliche Einkaufsartikel wie Lebensmittel oder Drogerieprodukte soll deren CO2-Bilanz von der Produktionsstätte bis ins Supermarktregal abbilden – und die Umweltkosten bezahlbar machen. Im Rahmen des Wirkcamps wollen wir gemeinsam überlegen, wie genau diese Idee am einfachsten in die Tat umzusetzen ist.

Interessiert Dich das Projekt? Dann wirf einen Blick auf die Internetseite des Wirkcamp – und melde Dich dort an!

(English) Arctic Spring

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(English) Advancing the Post 2015 Sustainable Agenda: Results

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